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neuigkeit

3 Fehler bei nachhaltiger Geldanlage, die du vermeiden solltest

Wer ist ernsthaft grün, wer wäscht sich grün? Mit nachhaltigen Banken und nachhaltigen Fonds ist es wie mit Öko-Strom: Nicht überall wo öko draufsteht, ist auch öko drin.

Wer ist ernsthaft grün, wer wäscht sich grün? Mit nachhaltigen Banken und nachhaltigen Fonds ist es wie mit Öko-Strom: Nicht überall wo öko draufsteht, ist auch öko drin. Wenn du deine Finanzen nachhaltig neu sortieren willst, dann braucht es oft einen zweiten Blick. Denn es gibt im Bereich der Finanzdienstleistungen – wir übrigens in vielen anderen Bereichen auch – keine Definition von Nachhaltigkeit. Du solltest selbst genau prüfen, was für dich Nachhaltigkeit bedeutet und was nicht. Wir zeigen dir drei Fehler, die du vermeiden solltest, wenn du mehr als „ein bisschen“ Nachhaltigkeit möchtest:

Wechsel zu einer „wirklichen“ nachhaltigen Bank

Eine richtige nachhaltige Bank vergibt Kredite an nachhaltige Unternehmen und hat eine Banklizenz. Denn im Geschäftsmodell selbst liegt der große Hebel: Durch die gezielte Kreditvergabe an nachhaltige Unternehmen verändern werte-getriebene Banken die Wirtschaft und damit die Welt zum Guten. So hat dein Geld eine gezielte Wirkung. Eine reine App hingegen, die keine Banklizenz hat und dein Geld auf dem Konto einer anderen nicht-nachhaltigen Bank parkt, ist noch keine Nachhaltigkeitsbank. Sie vergibt keine Kredite und damit auch ein ganz anderes Geschäftsmodell. Auch der Impact ist dadurch viel geringer.

Einen guten Überblick über nachhaltige Banken findest du z.B. bei der Verbraucherzentrale Bremen.

Achtung bei nachhaltigen ETFs

ETFs (Exchange Traded Funds) sind in aller Munde und bei vielen Anleger*innen beliebt. Aber können sie auch nachhaltig sein? Die Antwort ist: kaum. Warum? „Nachhaltige“ ETFs werden meist erstellt, indem aus Tausenden Aktien die nachhaltigsten 25 % oder 50 % einer Branche herausgefiltert werden. Dieser Ansatz ist als „Best-in-Class“-Verfahren bekannt. Das hat zufolge, dass zum Beispiel Aktien von Öl- und Kohlekonzernen in einem nachhaltigen ETF landen können, weil sie „nachhaltiger“ sind, als ihre Wettbewerber aus der Branche. Sie sind sozusagen die am wenigsten schädlichen Unternehmen ihres Bereichs.

Wirklich nachhaltig wirtschaftende Fonds dagegen adressieren konkrete Probleme und haben in ihrem Portfolio nicht nur Aktien der „am wenigsten schädlichen“ Unternehmen, sondern Aktien von Firmen, die wirklich zur Lösung von öko-sozialen Herausforderungen beitragen. Das ist ein riesiger Unterschied.


Mehr zum Thema: Darum sind ETFs nicht wirklich nachhaltig


Vorsicht bei einfachen Botschaften

Die Welt ist komplexer, als es auf den ersten Blick aussieht. Deshalb ist bei einfachen Botschaften Vorsicht geboten. So ist es auch bei nachhaltigem Banking. Nachhaltigen Wandel zu erzeugen, ist aufwändig und vielschichtig. Lass dich nicht vom „Krombacher“-Prinzip blenden („du musst Bier trinken, um den Regenwald zu retten“), sondern bleibe wachsam. Beim Thema Nachhaltigkeit geht es um langfristige und systemische Veränderungen. Weg von sinnlosem Konsum und einem „Verbraucher“-Denken. Hin zu gesunden Kreisläufen und der bewussten Gestaltung eines guten Lebens für alle. Wenn dir also jemand ein CO2-freies Girokonto anbietet und dich dabei mit einer Werbeaktion ködert, dann schaue genau hin. Ist es eine konventionelle „Baumpflanz-Werbeaktion“ oder ist das Konto und die Bank dahinter wirklich nachhaltig?

Übrigens: Auch ein kostenloses Girokonto ist in unseren Augen nicht nachhaltig. Hinter der Dienstleistung eines Girokontos steckt viel Arbeit. Wir finden, dass diese Arbeit fair bezahlt werden sollte – und zwar von denjenigen, die diese Leistungen nutzen. Ansonsten muss das Geld für den tatsächlichen Aufwand nämlich von anderen Menschen oder an anderer Stelle erwirtschaftet (subventioniert) werden. Das ist nicht fair und meistens auch nicht transparent.

 

mrn/

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