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neuigkeit

Neun Bücher, um Wirtschaft neu zu denken

Weihnachtsgeschenke zur Inspiration

Weihnachtsgeschenke zur Inspiration

Auf der Welt läuft etwas gewaltig aus dem Ruder: der Kapitalismus in seiner neoliberalen Form. Zum Glück beschäftigen sich immer mehr Denker*innen mit Alternativen abseits vom Wachstumszwang: Neun Bücher, die Hoffnung machen, inspirieren und zum Wandel anregen.

Der Neoliberalismus hat sich in alle Bereiche unseres Lebens gefressen. Seine Logik sorgt dafür, dass wir unseren Planeten über die Grenzen ausbeuten, er bringt soziale Kälte mit sich und zerstört den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die vergangenen Jahre zeigen das immer deutlicher. Systemkritik, die vor einigen Jahren noch verpönt war, wird heute besser wahrgenommen – auch dank der folgenden Autor*innen. Vielleicht ist das ein oder andere Buch eine Inspiration zum Verschenken an Weihnachten:

 

FC-Kollektiv: Finanzcoop oder Revolution in Zeitlupe – von Menschen, die ihr Geld miteinander teilen

Seit 20 Jahren zahlen die Mitglieder der Finanzkooperative ihr gesamtes Einkommen auf ein Konto ein. Sie sind nicht verwandt und leben in unterschiedlichen Städten. Was bedeutet es, das eigene Geld ohne Wenn und Aber mit anderen Menschen zu teilen? Was würde passieren, wenn wir alle uns in kleinen Finanzkooperativen von fünf bis zehn Mitgliedern organisieren würden? Spannend zu philosophieren, was das mit unserer Gesellschaft machen würde! Allen, die sich mehr Gedanken darüber machen möchten, sei das Buch wärmstens empfohlen.

https://diefarbedesgeldes.de/die-geld-revolution-aus-der-wg-kueche/

 

Kate Raworth: Die Donut-Ökonomie:

Für die britische Ökonomin Kate Raworth steht fest, dass nur mit einer radikal neuen Denkweise die ökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeistert werden können. Ihr Donut-Modell ist eines der bekanntesten alternativen Wirtschaftsmodelle und schwingt sich derzeit in immer höhere Höhen. Für die renommierte britische Zeitung „The Guardian“ ist Raworth „der Keynes“ des 21. Jahrhunderts. Wer Wirtschaft neu denken will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

https://diefarbedesgeldes.de/die-donut-oekonomie-von-kate-raworth/

 

Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum

Der britische Professor ist wohl der weltweit bekannteste Wachstumskritiker und hat mit seinem Buch „Wohlstand ohne Wachstum“ die „Bibel der Wachstumskritiker“ geschrieben. Jackson analysiert in seinem mehrfach aktualisierten Buch von 2011 was das Festhalten am Wachstums-Paradigma mit uns Menschen und der unserer Umwelt macht – und skizziert einen Weg raus aus dem Teufelskreis Wachstum, Wachstum, Wachstum.

https://diefarbedesgeldes.de/tim-jackson-und-der-webfehler-in-der-struktur-unserer-wirtschaft/

 


Geld clever anlegen und dabei der Nachhaltigkeit ordentlich auf die Sprünge helfen – für uns gehört das seit jeher zusammen.


 

Christian Felber: Die Gemeinwohl-Ökonomie

Geht es nach dem österreichischen Autor und Referent Christian Felber, brauchen wir ein neues Wirtschaftssystem, in dessen Zentrum das Gemeinwohl steht. Unternehmen sind in Felbers Logik der Gemeinschaft verpflichtet – und eben nicht den Aktionär*innen und dem Wachstumszwang. Schon heute weisen zahlreiche progressive Unternehmen eine Gemeinwohlbilanz aus.

https://diefarbedesgeldes.de/das-aktuelle-wirtschaftssystem-produziert-eine-endlosreihe-von-kollateralschaeden/

 

Börries Hornemann, Armin Steuernagel: Sozialrevolution

Die Arbeitswelt befindet sich in einer der größten Transformationen ihrer Geschichte. Alles wird flexibler, internationaler und digitaler. Unser Sozialsystem scheint mit diesen Umwälzungen nicht Schritt halten zu können. Nichts weniger als eine „Sozialrevolution“ fordern die Herausgeber Börries Hornemann und Armin Steuernagel in ihrem gleichnamigen Buch. Antworten wie diese Revolution aussehen könnte, liefern bekannte Denker wie Yanis Varoufakis, Gerald Hüther oder Andrew L. Stern und die Herausgeber selbst.

https://diefarbedesgeldes.de/ohne-sozialrevolution-fuehrt-die-digitale-revolution-ins-chaos/

 

Frank Adloff: Politik der Gabe

Geht es nach der Mainstream-Ökonomie, ist der Mensch ein homo oeconomicus, der seine Entscheidungen strikt nach Kosten-Nutzen-Abwägungen trifft. Der Utilitarismus hat einen Siegeszug von den Lehrbüchern der neoklassischen Wirtschaftswissenschaftler in die Alltagskultur, in die Köpfe der Menschen angetreten. Sinnbildlich dafür steht ein US-Präsident, der offenbar die Welt nur in „Deals“ begreift. Die Folgen dieses neoliberalen Kapitalismus wirken sich auch auf den Zusammenhalt der Gesellschaft aus. In den vergangenen Jahren wurde das immer deutlicher. Deshalb ist es dringend geboten, dem Paradigma des Nehmens etwas entgegenzusetzen. Geht es nach der konvivialistischen Bewegung, die vor einigen Jahren in Frankreich entstand, kann dies das Paradigma des Gebens sein. Der Hamburger Soziologe, Prof. Dr. Frank Adloff, ist der Vordenker des Konvivialismus in Deutschland.

https://diefarbedesgeldes.de/es-ist-an-der-zeit-den-homo-oeconomicus-zu-begraben/

 

Sven Giegold, Udo Philipp, Gerhard Schick: Finanzwende

Dieses Buch der drei Grünen Politiker und ausgewiesenen Finanzexperten ist zugegebenermaßen keine leichte Kost. Aber wer tiefgreifend verstehen will, wie es zur Finanzkrise vor zehn Jahren kam und warum wir eine neue Finanzordnung brauchen, um den nächsten Crash zu verhindern, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

https://diefarbedesgeldes.de/nur-ein-radikaler-umbau-der-weltwirtschaft-kann-die-klimakatastrophe-verhindern/

 

Greta Taubert: Im Club der Zeitmillionäre

Die Journalistin Greta Taubert hat sich auf die Suche nach Reichtum gemacht – doch nicht nach Reichtum im materiellen Sinn. Im Selbstversuch verweigerte sie sich ein Jahr lang der Lohnarbeit und traf Menschen, die eine andere Art von Reichtum leben: Zeitwohlstand.

https://diefarbedesgeldes.de/greta-taubert-und-der-club-der-zeitmillionaere/

 

Tobi Rosswog: After Work

Tobi Rosswog will aus intrinsischer Motivation heraus tätig sein und lehnt Erwerbsarbeit ab. „Wir verkaufen unsere Lebenszeit an die Arbeitgeberin und machen im Gehorsam beinahe alles was von uns verlangt wird“, sagt er.  In seinem Buch zeichnet er Wege für ein neues Leben ohne Erwerbsarbeit, die weit über ein bedingungsloses Grundeinkommen hinausführen.

https://diefarbedesgeldes.de/arbeit-nein-danke-faulsein-keine-lust/

mrn

Bild: unsplash

P.S.: Es gibt Alternativen zu Amazon. Zum Beispiel buch7 oder den Buchladen um die Ecke natürlich.

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Hansi vor 1 Jahr

Moin,

ich möchte jetzt nicht haarspalterisch sein, wundere mich aber ständig wie der Inhalt dieser Bücher, mit der Veröffentlichung und dem Verkauf über Amazon zusammenpasst.

Scheiss Kapitalismus brüllen, aber ein Buch für 24 Euro anbieten. Rette die Umwelt, aber dann Bücher in rauhen Mengen drucken.

Doppelmoral?

Gruß
Hansi

Antwort an Hansi
Elke Zetl vor 1 Jahr

Cogito ergo sum!

Antwort an Hansi
Marcel vor 4 Wochen

Das denke ich aber auch! Klar, ein Buchverlag will auch kräftig absahnen und den Quasi-Monopolisten Amazon als Markt nicht verlieren. Aber schade, dass gerade Bücher, die sowieso überall gleich viel kosten, bei Amazon, auch kapitalismuskrititsche, Kunden haben.

Antwort an Hansi
Nicole vor 3 Wochen

Hallo Hansi,
das passt sogar sehr gut – denn die wahren Halsabschneider im Buchmarkt ist der deutsche Großhandel mit perversen Konditionen. Wenn man diese mit denen von Amazon vergleicht, muss Amazon schon fast als “sozial” angesehen werden, denn bei hier werden die Autoren nicht “verar….”
Sorry, wenn das jetzt nicht in Ihre schwarz/weiße Weltansicht passt, aber so sieht leider die Realität aus.
Außerdem kann bzw. muss jede/r KäuferIn selbst entscheiden, ob das Buch in Papier oder digitaler Form gekauft werden soll …
Ne schöne Jrooß
Nicole

Elke Zetl vor 1 Jahr

Ich habe bereits 2 Artikel zu BGE kommentiert und schlage unten genannte Bücher zur Ergänzung der Liste vor (bestellbar direkt beim Verlag oder gebraucht bzw. als ebook):

Irrweg Grundeinkommen von Heiner Flassbeck
https://www.westendverlag.de/buch/irrweg-grundeinkommen/

Hartz IV und die Folgen von Christoph Butterwegge
https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungs_und_sozialwissenschaften/buecher/produkt_produktdetails/32771-hartz_iv_und_die_folgen.html

Rainer Rappmann vor 1 Jahr

es fehlt: “Was ist GELD?” von u.a. Joseph Beuys: https://fiu-verlag.com/was-ist-geld/

Helmut vor 1 Jahr

Super, vielen Dank. Besonders das PostScriptum. Wer heute noch bei Am… kauft, dem ist wohl nicht mehr viel zu helfen.

Bernd Cremer vor 1 Jahr

Es fehlt nicht nur ein Buch, sondern der komplette freiwirtschaftliche Ansatz. Solange wir es dulden, dass sich große Geldanhäufungen automatisch vergrößern und grundsätzlich Geld von der Arbeit zum Besitz fließt, werden wir das Verteilungsproblem nicht in den Griff bekommen. Unser Geldsystem ist fehlerhaft. Ich empfehle “Das Geld-Syndrom – Wege zu einer krisenfreien Marktwirtschaft” von Helmut Creutz. Weitere Wirtschaftskrisen und der ökologische Kollaps sind vorprogrammiert, und es geht immer zu Lasten der breiten Bevölkerung.

Knut Harnisch vor 1 Jahr

Kann Bernd Cremer nur zustimmen!

Jens Martignoni vor 1 Jahr

Danke für die interessanten Vorschläge. Als Autor des Buches “Das Geld neu erfinden” bin ich logischerweise auch der Ansicht, dass die Wirtschaft ohne neu gedachtes Geld, nicht wirklich neu gedacht werden kann, weil das Geldsystem die Grundlagen der Verteilung, der Bewertung und der Entscheidung bildet. Also ein Buch aus dieser Richtung müsste sicher auch dabei sein! Z.B. Geld und Nachhaltigkeit (Lietaer et.al.) https://www.buch7.de/store/product_details/1020821527 oder meines https://www.hugendubel.de/de/quickSearch?searchString=martignoni&facetNodeId=-1&mainsearchSubmit=Suche , mit bestem Gruss

Jochen Abeling vor 1 Monat

Volle Zehn:
Lisa Herzog
Die Rettung der Arbeit
Ein politischer Aufruf


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