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neuigkeit

Der Bürger in uns muss vorangehen!

Brigitte Bertelmann und Thomas Jorberg fordern Wertewandel in Finanzindustrie

Brigitte Bertelmann und Thomas Jorberg fordern Wertewandel in Finanzindustrie

Mit dem Geld sei es wie mit den Lebensmitteln, sagt Thomas Jorberg, der Vorstandssprecher der GLS Bank. Es gebe bei wenigen viel zu viel davon, während andere nichts hätten. Ähnlich wie die Lebensmittelindustrie, die immer mehr Nahrung für die rund eine Milliarde übergewichtigen Menschen auf der Welt produziere und die eine Milliarde hungernden vergessen habe, funktioniere auch der Geldmarkt: Wenige Reiche wissen nicht mehr wohin mit dem Geld und bekommen immer mehr. Minuszinsen bedeuteten nichts anders als „nimm mein Geld, ich zahle auch dafür“, sagt Jorberg.

Am dritten Abend der Fair Finance Week 2016 in Frankfurt diskutierte der GLS-Vorstandssprecher zusammen mit Dr. Brigitte Bertelmann vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im Mittelpunkt stand die Frage nach einem Wertewandel in der Finanzbranche.

Thomas Jorberg, Dr. Brigitte Bertelmann und Moderatorin Elke Pickartz

Thomas Jorberg, Dr. Brigitte Bertelmann und Moderatorin Elke Pickartz (v. r.)

Für einen Wertewandel sei „ein Prozess mit vielen kleinen Schritten“ nötig, glaubt Bertelmann. Wesentliche Parameter für einen positiven Wandel in der Finanzwelt sind für sie einerseits die Schaffung eines Trennbankensystems, denn Kreditinstitute dürften nicht „too big to fail“ sein. Andererseits fordert sie die Banken auf, mit dem Geld viel stärker die Realwirtschaft zu fördern und sich auf ihre Rolle als Mittler zu besinnen.

Um einen wirklichen Wertewandel in der Finanzbranche zu erreichen, fordert Thomas Jorberg eine „ganz andere Art der Transparenz“. Banken müssten offenlegen, was mit dem Geld ihrer Kunden passiert. Alles müsse auf den Tisch, sagt Jorberg, die negativen als auch die positiven Auswirkungen ihres Handelns. Jorberg sieht aber zugleich auch uns alle in der Pflicht. Noch sei es so, dass wir zwar in unserer Rolle als Bürger viele Geschäftspraktiken der Banken verurteilten, in unserer konkreten Rolle als Kunde unsere Bank aber nicht hinterfragten. „Solange der Kunde in uns handelt wie es der Bürger nicht tun würde, ändert sich nichts“.

Der Bürger in uns muss vorangehen, das sehen wir von der Triodos Bank genauso. Wenn der Bürger in Ihnen sich für uns als Bank entscheidet, werden wir auch den Kunden in Ihnen nicht enttäuschen. Wir haben zwei Renditen für Sie: eine sozial-ökologische und eine finanzielle. Letztere muss den Vergleich mit klassischen Banken übrigens absolut nicht scheuen.

Die Fair Finance Week des Fair Finance Networks Frankfurt findet dieses Jahr vom 14. bis 18. November in der Mainmetropole statt. Nachhaltigkeit, Transparenz und Finanzgeschäfte, die der Gesellschaft dienen, sind die gemeinsamen Zielsetzungen des Fair Finance Networks. Die Fair Finance Week stellt als Veranstaltungswoche ein Ergänzungsangebot zur Euro Finance Week, dem traditionellen Branchentreffen von Banken und Finanzinstituten, dar. Letzteres findet ebenfalls vom 14. bis 18. November in Frankfurt statt. Während sich die Euro Finance Week speziell an ein Fachpublikum wendet, sind zur Fair Finance Week ausdrücklich alle eingeladen, an den verschiedenen Themenabenden teilzunehmen und mitzureden.

Für alle die nicht live vor Ort sein konnten, gibt es hier einen Video-Mitschnitt.

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Walter Beck vor 2 Jahren

Die Leute sollen ihr Geld in erneuerbare Energien stecken , gleich welcher Art , es wird sich für alle Menschen positiv Auswirken ( CO2 ) !