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neuigkeit

Der erste Foodtruck für gerettete Lebensmittel rollt bald durch Frankfurts Straßen

Verein Shoutoutloud kämpft gegen Lebensmittelverschwendung

Verein Shoutoutloud kämpft gegen Lebensmittelverschwendung

Unglaubliche 313 Kilo Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen – pro Sekunde. Höchste Zeit daran etwas zu ändern, findet der Verein Shoutoutloud. Ab Sommer 2017 schicken die Frankfurter den deutschlandweit ersten Foodtruck für gerettete Lebensmittel auf die Straße.

Unglaubliche 313 Kilo Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen – pro Sekunde. Ein Großteil von ihnen landet in der Mülltonne obwohl sie noch genießbar gewesen wären. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird weltweit ein Drittel der Lebensmittel, die für den menschlichen Konsum produziert wurden, nicht konsumiert sondern verschwendet. Gleichzeitig hungern Hunderte Millionen Menschen auf der Erde. Am Horn von Afrika, in Somalia, bahnt sich derzeit die nächste Hungerkatastrophe an.

„Denk an die armen Kinder in Afrika“, diesen Satz haben viele von uns als Kinder schon gehört, wenn wir unser Essen verschmäht haben. Die Verschwendung von Lebensmitteln wird oft angeprangert und ist in unseren Köpfen. Viele von uns haben ein schlechtes Gewissen, wenn wieder mal das alte Brot oder der welke Salatkopf im Hausmüll landet. Doch konkret gehandelt haben vermutlich die wenigsten von uns.

Resteküche

So oder so ähnlich könnte die Resteküche aussehen.

Shoutoutloud belässt es nicht bei moralischen Ermahnungen. Der gemeinnützige Frankfurter Verein kämpft konkret und spielerisch mit dem Programm „Kein Essen für die Tonne“ gegen die Lebensmittelverschwendung an. Die Frankfurter haben sich zum Ziel gesetzt, Lebensmittel in der Region vor der Tonne zu retten.

Viele Lebensmittel, sei es die krumme Karotte, die verwachsene Gurke oder der Joghurt nah am Mindesthaltbarkeitsdatum schaffen es erst gar nicht in die Supermärkte und damit nicht in unsere Einkaufskörbe. Genau hier setzt Shoutoutloud an und zeigt, dass die aussortierten Lebensmittel noch vollkommen in Ordnung sind. Der Verein rettet die Gurken, Karotten & Co. nicht aus der Tonne – was oftmals als Containern bezeichnet wird – sondern vor der Tonne. Dieser Unterschied ist den Vereinsmitgliedern sehr wichtig.

Seit einigen Jahren schon ist der Verein in Frankfurt aktiv und wurde durch unterschiedliche Guerilla-Aktionen und Koch-Events – zum Beispiel auf der Fair Finance Week im November 2016 – bekannt. Doch die engagierten Frankfurter wollen mehr. Mit den Aktionen konnten sie zwar viele Menschen erreichen, aber in ihren Augen nicht genug. „Mit der Zeit kamen vor allem viele bekannte Gesichter zu unseren Veranstaltungen“, sagt Daniel Anthes, Vorstandsmitglied des Vereins. „Wir wollten unser Engagement deshalb auf ein neues Level heben“.

„Wir wollen Nachhaltigkeit sexy werden lassen“

Daniel Anthes

Dieses neue Level will Shoutoutloud mit einem Foodtruck erreichen. Die Resteküche ist der deutschlandweit erste Foodtruck, in dem gerettete Bio-Lebensmittel verarbeitet werden. Über die Crowdfunding-Plattform startnext finanzierten die Mitglieder des Vereins ihr Vorhaben erfolgreich. Das anvisierte Minimum von 30.000 Euro, um den Truck zu finanzieren, übertrafen sie locker. Vermutlich ab diesem Sommer rollt der Truck über Frankfurts Straßen. Dadurch, so erhoffen sich die Vereinsmitglieder, kommt eine ganz neue Dynamik in das Thema Lebensmittelverschwendung.

Text: Michael Rebmann

Bilder: Resteküche

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Angelika vor 8 Monaten

Finde ich super. Doch vielleicht sollten wir uns auch mal die Hygienevorschriften der Gesundheitsbehörden anschauen, die regelrecht zum Wegwerfen der Lebensmittel nötigen und das Verschenken erschweren.
Dafür habe ich 2 Fälle… zum einen den öffentlich zugänglich Kühlschrank für zu verschenkende Lebensmittel… aus hygienischen Gründen verboten. Und jetzt den neuesten Fall… ein Lebensmittelladen hat bisher Obst und Gemüse, das nicht mehr so schön aussah, aber durchaus noch essbar, in eine Verschenkiste an der Kasse hingestellt. Jetzt war sie weg und ich wurde hinter vorgehaltener Hand gefragt, ob ich Zitronen geschenkt bekommen möchte. Die Gesundheitsbehörde hätte es aus hygienischen Gründen verboten, die Ware offen hinzustellen. Hä? Die gleiche Ware, die dort verkauft wird, darf ein paar Tage später nicht verschenkt werden? Da kommt mein Verstand nicht mehr mit. Und Lebensmittel mit MHD dürfen exakt ein Tag später auch noch nicht mal mehr verschenkt werden.