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interview

Die Menschenrechte kann man auch singen

Triodos-Kunde Axel Christian Schullz stellt sein besonderes Projekt vor

Triodos-Kunde Axel Christian Schullz stellt sein besonderes Projekt vor

“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.”

So lautet Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 in Paris von den Vereinten Nationen genehmigt und verkündet wurde. Auch fast 70 Jahre nach der Deklaration der Menschenrechte sind die berühmten 30 Artikel für viele Menschen auf der Welt leider nicht Realität. Umso wichtiger ist es, immer wieder an die Errungenschaft der Menschenrechte zu erinnern. Der Smile Projekt Chor macht genau dies auf eine sehr besondere Art. Wir haben mit dem Chorleiter und Komponisten Axel Christian Schullz gesprochen.

Herr Schullz, wie kommt man darauf, die Menschenrechte zu vertonen?

Ich bin auf die Idee gekommen, weil ich nach Texten gesucht habe, die über Religions- und Kulturgrenzen hinaus Werte vermitteln. So bin ich auf die Menschenrechte gestoßen und habe mir gedacht: Cool, die hat bestimmt noch niemand vertont! Dann habe ich gleich mit dem 1. Artikel angefangen und ihn als Kanon für meinen Chor vertont. Das war direkt ein voller Erfolg – und wir wussten danach auswendig, was im 1. Artikel der Menschenrechte steht. Wer weiß das schon?

Gibt es einen Artikel, der sich besonders gut vertonen lässt?

Was ich am spannendsten fand, war Artikel 24. Er beschreibt das Recht auf Erholung und Freizeit und bezahlten Urlaub. Ich habe sofort an Strand und Reggae-Musik gedacht. Und genau so habe ich den Artikel auch vertont. Er wird von uns immer wieder gerne gesungen.

Axel Christian Schullz

Axel Christian Schullz in Aktion.

Haben Sie alle 30 Artikel vertont?

Bisher noch nicht. Aber ich habe beispielsweise den 1. Artikel in drei verschiedenen Fassungen vertont: auf Deutsch, auf Englisch und auf Französisch. Insgesamt habe ich über 20 vertont.

Seit bald 20 Jahren gehen Sie mit Ihrem Chor jedes Jahr im Herbst auf eine kleine Tournee. Dieses Jahr ist für Sie ein besonderes, warum?

Bisher haben wir meistens Konzerte in Kirchen gegeben. Dieses Jahr treten wir an Schulen auf. Wir wollen das Thema Menschenrechte dorthin bringen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich schon im Vorfeld mit den Menschenrechten – etwa im Politik- oder auch Musikunterricht. An dem Tag, wenn unser Chor zu Gast kommt, bietet die jeweilige Schule einen Menschenrechtstag an. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeitsergebnisse. Als Abschluss des Menschenrechtstags gibt es ein Konzert. Dort treten wir nicht nur auf, sondern singen mit den Schulchören gemeinsam die Menschenrechte.

Wie finanzieren Sie sich?

Wir machen eine Crowdfunding-Kampagne zu diesem Projekt, weil der Organisationsaufwand mit den vielen Kooperationen dieses Jahr viel höher ist. Zudem müssen wir Technik extern mieten. Aber das Wichtigste ist: Wir möchten bei Menschenrechtskonzerten keinen Eintritt nehmen. Zu diesen besonderen Konzerten sollen alle kommen können, die Finanzen sollen kein Hindernis sein. Deshalb versuchen wir uns dieses Jahr über Crowdfunding zu finanzieren.

Ihr „Smile Projekt Chor“ (Smile steht für „Singen mit Inspiration, Leidenschaft & Enthusiasmus“) ist ein Laienchor. Kann jede und jeder die oder der interessiert ist, mitsingen?

Ja, auf jeden Fall!

Auch ohne musische Begabung?

Natürlich ist eine gewisse Musikalität schön, aber sie ist nicht notwendig. Die guten Sängerinnen und Sänger ziehen die weniger erfahren mit. Das gleicht sich toll aus. Wir sind eine ganz gemischte Gruppe mit Menschen allen Alters – von 25 bis 75 Jahren ungefähr.

 

Axel Christian Schullz

Axel Christian Schullz ist Kunde bei der Triodos Bank, weil er findet, dass die Bank besonders gut zu seinem Projekt passt. Das finden wir übrigens auch. Noten und Aufnahmen seiner Menschenrechtsvertonungen sind hier kostenlos downloadbar. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 15. Juli.

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