Um unsere Website für Sie weiter zu verbessern, benutzen wir Cookies. Durch Nutzung der Seite stimmen Sie unserer Cookie-Richtlinie zu. Mehr über Cookies.

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close

einblick

„Ich denke, man muss ein Zeichen setzen“

Sie vertritt beruflich nur, was sie auch privat vertreten kann. Unsere Kollegin Bettina Atwood ist als Business Analyst für den Bereich ökologische Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel bei der Triodos Bank zuständig und stellt sich in diesem Beitrag von Die Farbe des Geldes stellvertretend für die „Menschen hinter der Triodos Bank“ vor.

Bettina_Atwood„Zu einem nachhaltigen Arbeitgeber zu wechseln war ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. Bereits in den 80er Jahren hatte ich großes Interesse am Umweltschutz und der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung. Ich habe an Ostermärschen teilgenommen und die Aufrüstung kritisch verfolgt, die damals ganz groß betrieben wurde. Im Laufe der Zeit wurde mir immer bewusster, dass ich durch meine Arbeit vieles unterstützte, was ich in meinem privaten Leben nicht vertreten kann. So verließ ich schließlich den konventionellen Bankensektor, in dem ich lange gearbeitet hatte. Die Ökobank in Frankfurt am Main war für mich damals die einzig mögliche Alternative.

Ich bin ein ,Landei‘ und in der Landwirtschaft groß geworden. Das war zwar keine ökologische Landwirtschaft, aber ein kleinteiliger Familienbetrieb. Daher war Landwirtschaft schon immer ein Thema für mich. Ich ernähre mich weitestgehend mit Bio-Produkten, allerdings finde ich, dass Regionalität und Saisonalität fast noch wichtiger sind.

Seit Jahren ziehe ich Tomaten – alle möglichen alten und bunten Sorten. Mein ganzes Umfeld wird von mir mit Tomatenpflanzen versorgt. Und alle sind schon ganz gespannt, was dieses Jahr an Farben und Formen herauskommen wird. Im Winter recherchiere ich nach spannenden Sorten und besorge mir die Samen. Der Verlust von Biodiversität ist eines unserer großen Probleme. Wenn ich zum Beispiel durch die Rhön fahre, sehe ich deutliche Veränderungen. Man sieht verstärkt Raps oder Mais. Auf den Wiesen blüht es nicht mehr so vielfältig wie früher. Ich denke, man muss ein Zeichen setzen! Das nächste Projekt, das ich angehen möchte, ist das Imkern, da die Biene einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft leistet.“

Bettina Atwood arbeitet seit Oktober 2010 als Business Analyst für den Bereich ökologische Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel bei der Triodos Bank. Nach 13 Jahren bei einer konventionellen Bank entschied sie sich 2000, zur früheren Ökobank zu wechseln, die von der GLS Bank übernommen wurde. Dort war Bettina Atwood zuletzt Leiterin der Baufinanzierung. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und geprüfte Betriebswirtin (IHK). jm

Was denken Sie über "„Ich denke, man muss ein Zeichen setzen“"?

Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte tragen Sie Ihren Namen ein