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Einblick

Investmentfonds: Grün hat viele Facetten

Von einer nachhaltigen Bank erwartet man ein durchweg grünes Investitionsschema, idealerweise eine reine, dunkelgrüne Weste. Gelder sollten am besten nur in Firmen mit einem hohen ethischen Anspruch fließen und  einen nachhaltigen Nutzen für Mensch, Umwelt und Gesellschaft erbringen. Darum verfolgen wir bei der Kreditvergabe einen klaren Kurs mit strengen Auswahlkriterien, nach welchen Unternehmen und Projekte mit den Einlagen unserer Kunden finanziert werden. Unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit hört aber nicht bei der Kreditvergabe auf.

Nachhaltigkeit ist auch bei börsennotierten Unternehmen Pflichtprogramm

Um den Wandel der Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu beschleunigen, engagieren wir uns über unsere 100-prozentige Tochter Triodos Investment Management auch in großen, vorwiegend börsennotierten Unternehmen. Bei diesen hat sie, dadurch dass sie über den Kauf von Aktien Miteigentümerin wird, ganz konkrete Einflussmöglichkeiten wie Rede- und Stimmrecht auf den Hauptversammlungen – mit der Absicht, dem Thema Nachhaltigkeit in den Unternehmen mehr Gewicht zu verleihen.
Zwar handelt es sich bei den meisten dieser Firmen nicht um dunkelgrüne Weltverbesserer, trotzdem aber muss für die Aufnahme in die SRI-Fonds ein Wille zur Verbesserung bei der sozialen und/oder ökologischen Performance sichtbar sein. Ein eigenes Research-Team prüft die Unternehmen daher auf ihre Aufnahmetauglichkeit in das Investmentuniversum anhand eines Drei-Stufen-Modells

Stufe 1

Grundsätzlich kommen börsennotierte Unternehmen in Frage, die nachhaltige Produkte oder Services anbieten, die zur Gesundheit und dem Wohlergehen von Mensch und Umwelt beitragen und mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes daraus generieren.

Stufe 2

Unternehmen, die die Kriterien der vorgenannten Stufe 1 nicht erfüllen, haben sie noch eine Chance, sich für das Investmentuniversum zu qualifizieren, wenn sie im Branchenvergleich herausragend in Sachen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung agieren. Hier sind die Unternehmen relevant, die in ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu den besten ihrer Branche gehören (Best-in-Class).

Stufe 3

Unternehmen, die die ersten beiden Stufen gemeistert haben, müssen abschließend die Prüfung anhand der strengen Ausschlusskriterien der Triodos Bank bestehen. Diese Kriterien verhindern, dass Unternehmen aufgenommen, deren Tätigkeiten für den Menschen, die Gesellschaft oder die Umwelt schädlich sind, wie z.B. Tierversuche, Waffenhandel oder Verstöße gegen Menschenrechte.

Haben Unternehmen auch die Stufe 3 erfolgreich abgeschlossen, werden sie in das Investmentuniversum aufgenommen. Ein externer Vermögensverwalter trifft dann die Entscheidung für die tatsächlichen Investitionen; ausgewählt werden nur Unternehmen, die auch hinsichtlich des Finanzergebnisses die besten Perspektiven bieten.

„Big Player am Aktienmarkt sind selten von Grund auf nachhaltig.“

Rosl Veltmeijer, Leiterin des Research-Teams

Viele Unternehmen, die aufgrund dieser Kriterien im Investmentuniversum landen, sind bekannte Größen wie beispielsweise H&M, die einem auf den ersten Blick nicht wirklich grün erscheinen. Rosl Veltmeijer, Leiterin des Research-Teams, erklärt dies so:

„Wir finden es toll, dass es immer mehr von Grund auf nachhaltige Unternehmen gibt – auf sehr viele Big Player am Aktienmarkt trifft dies jedoch nicht zu. Sie haben aber aufgrund ihrer Größe und ihres Kapitals eine wichtige Marktstellung und damit hohen Einfluss auf Branche und Gesellschaft. Wenn dort also ein Stein ins Rollen gebracht wird, sind die Auswirkungen bedeutend größer als bei kleinen Firmen – und genau diesen Stein wollen wir als Investoren immer weiter anstoßen.“
Mit den Investments ist stets aktives Engagement verbunden. Das beginnt bereits während des Auswahlprozesses und geht weiter, wenn die Unternehmen bereits im Investmentuniversum sind. „Wir suchen mit den Unternehmen immer wieder den Dialog und regen Verbesserungen an“, so Veltmeijer. Die Diskussionen schaffen bei den Unternehmen häufig Anreize, ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu erhöhen und die Tragweite ihres Handelns zu überdenken. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass sich auch Wettbewerber dadurch animiert fühlen, grüner zu werden.

Auswahlkriterien und Transparenz sind entscheidend

„Wer sich für nachhaltige Investments interessiert, sollte genau hinschauen“, empfiehlt Manuela Klos, Leiterin des Privatkundengeschäfts bei der Triodos Bank Deutschland. Denn auch hier sei grün nicht gleich grün. Bei Fonds mit dem Etikett „Nachhaltigkeit“ gäbe es große Unterschiede hinsichtlich der Auswahl der Unternehmen für das Investmentuniversum und der Transparenz der Auswahlkriterien. „Zu den nachhaltigsten Fonds ihrer Art gehören die SRI-Fonds der Triodos Bank, die nur in Unternehmen mit vorbildlichen Nachhaltigkeitsleistungen investieren; das bekommen wir immer wieder von unabhängiger Seite, wie z.B. Ökotest oder finanztest attestiert“, so Klos.

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Nachhaltiges Investment bedeutet keinen Performanceverzicht vor 2 Jahren

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