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neuigkeit

Jetzt über die EU-Agrarpolitik abstimmen!

Noch bis Anfang Mai läuft die Bürgerbefragung

Noch bis Anfang Mai läuft die Bürgerbefragung

Jährlich fließen 60 Milliarden Euro in die EU-Agrarförderung. Die größten Produzenten bekommen das meiste Geld, Leistungen zum Schutz der Umwelt und für eine bessere Tierhaltung werden kaum honoriert. Es ist Zeit, dies zu ändern!

60 Milliarden Euro – und damit rund 40 Prozent des Haushalts der Europäischen Union – fließen jährlich in die EU-Agrarpolitik, die damit die Landwirtschaft fördert. 60 Milliarden Euro pro Jahr Subventionen für den Sektor, in dem unsere Lebensmittel produziert werden, ist doch gut. Oder?

Leider nicht wirklich. Denn die 60 Milliarden werden mit der „Gießkanne“ verteilt. Sie bemessen sich an der Fläche der Agrarbetriebe. Das heißt, je mehr Hektar Boden ein Betrieb bewirtschaftet, desto mehr Subventionen bekommt er. Leistungen zum Schutz der Umwelt und für eine bessere Tierhaltung werden kaum honoriert. Die Subventionspolitik ist damit Treiber einer seit Jahren bedenklichen Entwicklung: Die Landwirtschaft wird immer intensiver, Lebensräume für Arten verschwinden, Böden werden belastet, Tiere in Massen gehalten. Zusätzlich befeuert diese Art der Landwirtschaft den Klimawandel.

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Noch bis Ende 2020 werden die Subventionen nach dem gleichen Muster verteilt – doch dann könnte sich etwas ändern. Und jetzt sind wir gefragt. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat eine umfassende Bürgerbefragung zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik gestartet. Noch bis Anfang Mai (genau: bis zum 2. Mai) haben alle EU-Bürgerinnen und Bürger die Chance, über die Verteilung der Subventionen abzustimmen. Die Ergebnisse der Abstimmung sollen in die Vorschläge zur Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik fließen, die Hogan Ende dieses Jahres präsentiert.

Hier geht’s zur Abstimmung

Die Befragung ist recht ausführlich und umfasst 34 Fragen. Leider sind vielen von ihnen gerade für Laien recht schwer zu verstehen, doch es gibt Abhilfe. Zum Beispiel vom Naturschutzbund Deutschland (NABU): Die Naturschützer stellen eine Ausfüllhilfe für die Bürgerbefragung bereit. Darin geben sie Empfehlungen zur Abstimmung und skizzieren ihre Beweggründe dafür.

Der NABU hat sich tiefgreifend mit dem Abstimmungsaufruf auseinandergesetzt und begrüßt die Initiative, auch wenn einige Fragestellungen kritisch zu beurteilen seien: „Die Frage, wie gesund und nachhaltig unsere Lebensmittel produziert werden, geht uns alle an“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Mitmachen und EU-Agrarpolitik beeinflussen!

Obwohl uns Bio-Lebensmittel im Alltag gefühlt sehr oft begegnen, dominiert auch in Deutschland nach wie vor die konventionelle Landwirtschaft den Markt. 2015 betrug der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche deutschlandweit nach Angaben des Umwelt-Bundesamts 6,5 Prozent. Der Anteil der Öko-Betriebe am Gesamtbetrieb lag demnach bei 8,7 Prozent.

Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Nach Angaben des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) haben 2016 mehr Bauern als je zuvor auf Bio umgestellt. Und auch die Bundesregierung steuert um. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert deutlich mehr Artenschutz in der Landwirtschaft. Landwirte sollen nach ihren Plänen daher für Leistungen im Naturschutz deutlich mehr EU-Fördermittel erhalten.

Auch die Bürger-Befragung von EU-Kommissar Hogan ist ein solches Hoffnungssignal, dass die EU-Agrarpolitik sich ändern könnte. Die Fragestellungen sind nicht perfekt und es ist unklar, wie viel Einfluss der Bürgerwille am Ende tatsächlich haben wird, aber sie sind ein Anfang für den Wandel: Also mitmachen!

Text: Michael Rebmann

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Geer Pouls vor 2 Jahren

Fragen mit fast gleiche Antworten und weiter fast unmöglich für Leihe

Hugo Ebner vor 2 Jahren

Es ist längst überfällig!!!
Die Industrie-Landwirtschaft darf nicht weiter subventioniert werden.
Die nächsten Generationen werden Desaster erleben!

Theo Broich vor 2 Jahren

Im Interesse der Bio-Bauern und auch den kleineren normalen Höfen ist es unerlässlich das Gießkannenprinzip abzuschaffen und diese bevorzugt zu fördern. Aber auch im Sinne nachkommender Generationen um nicht nur von den Agrarkonzernen abhängig zu sein.

Anita Engel vor 2 Jahren

Die EU-Agrarpolitik ist zu Lobbyisten orientiert. Siehe die Entscheidung über Gyphosat(Monsanto).

Elke Ryll vor 2 Jahren

Es reicht mir schon sooooo lange! Nichts passiert!! Und unser toller Bundesminister macht auch die Augen nur auf für die Lobbyisten. Hoffentlich können wir dazu beitragen, dass sich endlich was ändert.

Michael N. vor 2 Jahren

Die unsägliche Subvention der Grossbetriebe muss endlich ein Ende haben. Landwirtschaft soll die Landschaft erhalten und nicht zerstören. Fördert die kleinen Betriebe, die nachhaltig wirtschaften und denen Nachhaltigkeit wichtig ist

Angelika Saupe vor 2 Jahren

Es ist schon lange ganz schlecht, dass die ökologische Landwirtschaft nicht viel intensiver gefördert wird.!

Roderich Höfers vor 2 Jahren

Auch die billigen Lebensmittel bezahlt irgendjemand teuer: die Tiere, der Boden, die Umwelt, ausgebeutete Arbeiter in Billiglohnländern oder wir selber inirekt. EU Subventionsgeld ist unser Steuergeld. Meine Stimme gegen EU-Agrarpolitik und -Lobbyismus.

KURT-WALTER MEINL vor 2 Jahren

EUROPA-POLITIKER-BEI DER NÄCHSTEN WAHL ABWÄHLEN………
NUR NOCH KLEINE GRUPPEN WÄLEN zB . SGH- SOZIALGRUPPE HERBORN E.V.

KURT-WALTER MEINL vor 2 Jahren

EUROPA-POLITIKER-BEI DER NÄCHSTEN WAHL ABWÄHLEN………
NUR NOCH KLEINE GRUPPEN WÄLEN zB . SGH- SOZIALGRUPPE HERBORN E.V.
habe noch nicht teilgenommen

KURT-WALTER MEINL vor 2 Jahren

EUROPA-POLITIKER-BEI DER NÄCHSTEN WAHL ABWÄHLEN………gehören in die sahara
NUR NOCH KLEINE GRUPPEN WÄLEN zB . SGH- SOZIALGRUPPE HERBORN E.V.
habe noch nicht teilgenommen

W.Pluschke vor 2 Jahren

wenn es nützen würde, wäre es eine gute Sache

Dr. Ellen Scholz vor 2 Jahren

Höchste Zeit die Großagrarier einzudämmen.

Dr. Ellen Scholz vor 2 Jahren

Es ist höchste Zeit, den Großagrariern Einhalt zu gebieten und die kleinen und mittleren Betriebe zu fördern.

Annedore Rehwinkel vor 2 Jahren

Finde ich gut und wichtig

Barbara Dau vor 2 Jahren

unbedingt!

Erika Kellerer vor 2 Jahren

Kein anderer Berufsstand – wie Gastronomie/Biergarten wenn das Wetter schlecht ist – wird gefördert. Ich bin gegen Subventionen für die Landwirtschaft !

Erika Bühler vor 2 Jahren

Es ist längst überfällig die EU-Agrarpolitik auf die Gesundheit der Menschen, den Erhalt der Artenvielfalt und eine zukunftstaugliche Lebensmittelproduktion auszurichten.

Margareth Manem vor 2 Jahren

mitmachen. Kann nicht schaden

Walter Schüschke vor 2 Jahren

Dieser Fragebogen ist viel zu aufwendig. Mit Ihrer Kampagne wird man auf die Abstimmungsseite gelockt und findet sich dann in einem langwierigen Fragebogen, den ich in vielen Fällen nicht kompetent beantworten kann, ohne dass es die Möglichkeit gibt mit “weiß ich nicht” zu stimmen. Ich habe abgebrochen

wolfgang büttner vor 2 Jahren

Förderung einstellen, Kleinbetrieb in der Wirtschaft bekommen auch keine EU Förderung. Dann muss man die Preise in der Nahrungswirtschaft anheben. Wo bekomme ich Geld, wenn ich nichts dafür machen muss (Brachland, stillgelegte Flächen).

pahl vor 2 Jahren

Total sinnlos für die Großbetriebe; für kleine Betriebe könnte man nachdenken. Das jammern der Großbauern ist schon durch nichts mehr zu überbieten. Die finden jedes Jahr neue Gründe um zu jammern.
Denken wir nur an die Milchbauern, wie lange jammern die Großbauern schon und ist der Bestand an Milchvieh zurück gegangen!? Oder vieviel KFZ-Steuer zahlen die Bauern und wie groß ist die Technick der Bauern, hat sich schon mal einer gefragt, vieviel Schaden die Jungs an den Straßen machen und wer das bezahlt.
Also meine Meinung, jede Art von Förderung ist falsch; maximal im Notfall (höhere Gewalt).


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