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Einblick

Klimakiller Banken

„Kohle“ ist im doppelten Wortsinn eine der Hauptursachen des Klimawandels. Mittendrin: die Banken. Denn bei der Stromerzeugung haben Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke den höchsten CO2-Ausstoß. Trotzdem werden auch heute noch neue Kohlekraftwerke geplant, wird immer mehr Kohle abgebaut und weiter mit Kohle geheizt.

Finanziert wird die Kohleindustrie, die ganze Landstriche zerstört und auch mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen beim Kohleabbau negativ von sich reden macht, unter anderem mit dem Geld deutscher Banken. Die mühevoll ersparte „Kohle“ der Bankkunden trägt so zum Klimawandel und zur Umweltzerstörung bei. Welche Banken die größten Klimakiller sind, hat die Umweltorganisation urgewald jetzt in einer neuen Broschüre zusammengestellt.

Wer sind die Klimakiller?

„Ist meine Bank ein Klimakiller?“, fragen die Autorinnen Regine Richter und Lydia Kroll in ihrer Anfang November erschienenen Studie. Auf Platz eins ihrer Rangliste steht die Deutsche Bank, die zwischen 2005 und 2011 Finanzdienstleistungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro für Kohlebergbau- und Kohlestromunternehmen erbracht hat. Auch UniCredit/Hypo Vereinsbank, Commerzbank und selbst Sparkassen und Volksbanken unterstützen durch Unternehmenskredite, Projektfinanzierungen, Anleihen- und Aktienkäufe Bergbaukonzerne, Kraftwerksbetreiber und Energieversorger.

Entscheidungen mit Klimarelevanz

„Wir wollen Verbrauchern den Zusammenhang zwischen Kohleabbau, Kohleverbrennung und ihren Finanzen klarmachen und verdeutlichen, warum das ein Problem ist“, erklärt Regine Richter. „Außerdem möchten wir den Banken zeigen, dass ihre Finanzentscheidungen eine enorme Klimarelevanz haben, denn die Investitionen von heute können die Emissionen von morgen sein!“ Die Investitionen in Kohleabbau und Kohleindustrie bergen für Banken auch ein Reputationsrisiko. Wer sein Geld nicht für den Klimawandel ausgeben will, kann mit einem Bankwechsel die Konsequenzen ziehen. „Verbraucher sollten den Kontowechsel als politischen Schritt sehen und ihr Geldinstitut informieren, warum sie wechseln. Auch um ein Bewusstsein für Klimafragen bei den Banken zu schaffen“, meint Richter.

Alternative: Bankwechsel

In der Broschüre stellt urgewald die Nachhaltigkeitsbanken als Alternativen vor, darunter auch die Triodos Bank. Nachhaltigkeitsbanken investieren bewusst nicht in Unternehmen, die Energie aus Kohlekraftwerken erzeugen oder verkaufen, und gehen transparent mit dem Geld ihrer Kunden um. Gute Argumente für einen Bankwechsel finden Sie in der neuen Broschüre „Ist meine Bank ein Klimakiller?“. Sie kann über die Website von urgewald bestellt werden. Wenn Sie bereits Kunde bei der Triodos Bank oder einer anderen nachhaltigen Bank sind, erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten, welchen Einfluss ihr Geld auf die Erderwärmung hat. Übrigens: Seit Oktober bietet die Triodos Bank auch ein Girokonto für Privatkunden, sodass dem Bankwechsel nichts mehr im Wege steht. ah

urgewald

Die Nichtregierungsorganisation urgewald wurde 1992 gegründet und kämpft seitdem für Umweltschutz und Menschenrechte. urgewald schaut genau hin, fragt nach, deckt auf: bei Banken und Konzernen, die durch Kredite und Investitionen Umwelt und Menschen schaden. Mit Protest- und Verbraucherkampagnen motiviert urgewald Menschen dazu, die eigene Konsumentenmacht einzusetzen und selbst aktiv zu werden. Informationen zur derzeit laufenden Kampagne „Ist meine Bank ein Klimakiller?“ gibt es auf der NGO-Website unter www.urgewald.de.

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