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Neuigkeit

Magie der Moore

Ab 24. September im Kino

Ab 24. September im Kino

Moore sind die letzten Reste einer wilden Natur. In Magie der Moore zeigt uns der Naturfilmer Jan Haft die Vielfalt dieser seltenen Lebensräume. Die in fünf Jahren Drehzeit entstandene Dokumentation kommt am 24. September in die Kinos – hier ein kleiner Vorgeschmack.

Spinnen bauen ihre filigranen Netze in der Moorlandschaft. © nautilusfilm / polyband Medien

Spinnen bauen ihre filigranen Netze in der Moorlandschaft. © nautilusfilm / polyband Medien

Es sind Bilder wie aus einem schaurig-schönen Märchen: Nachts liegen Nebelschleier über dunklen Gewässern und ragen knorrige Äste in den Sternenhimmel, am Morgen beginnen bunte Moosteppiche zu leuchten und funkeln taubedeckte Libellenflügel in der Sonne. Magie der Moore erzählt uns von Mooren als verzauberte Orte, die weder Wasser noch Land sind, sondern sich auf einem schwankenden Boden ausbreiten, der hier und da durch Teiche und Tümpel unterbrochen wird. Moore, so erfahren wir, sind aus dem Wasser geborene Eiszeit-Relikte – erschaffen durch abgestorbene Pflanzenreste, die sich zu Torf aufschichten.

Sonderbare Welt

Auf dem Torf wurzeln teils bizarr anmutende Moorpflanzen. Wir machen Bekanntschaft mit einem fleischfressenden Exemplar namens Sonnentau, treffen auf knallrote Sumpfsaftlinge und Zwerg-Birken, die kleiner sind als das benachbarte Wollgras mit seinen silbernen Köpfchen. Zeitlupe und Zeitraffer lassen uns beim Wachsen und Verwandeln dieser sonderbaren Flora zusehen und zaubern aus flüchtigen Augenblicken lange Filmmomente, etwa wenn die Sporenkapseln der Torfmoose krachend explodieren und ihre kostbare Fracht vom Wind fortgetragen wird. Die Tiere der Moore sind nicht minder faszinierend. Jan Haft nimmt uns mit in ihr geschäftiges Leben: Wir sehen fliegende Kolbenwasserkäfer, sich an Moorwiesen sattfressende Sumpfschrecken, beobachten einen aus seinem Kokon schlüpfenden Hochmoorgelbling sowie in Moortümpeln lebende, winzige Rädertierchen. Vor die Kamera verirren sich auch Bären und Wölfe, die das Moor als Rückzugsgebiet nutzen.

Ein Hauch Poesie

Der knallrote Sumpfsaftling hebt sich leuchtend von dem Moorboden ab. © nautilusfilm / polyband Medien

Der knallrote Sumpfsaftling hebt sich leuchtend von dem Moorboden ab. © nautilusfilm / polyband Medien

Doch nicht die Begegnung mit Bären führte während des Drehs zu brenzligen Momenten, sondern das Moor selbst, wie uns Jan Haft erzählt: „Der schwankende Boden und die allgegenwärtige Nässe waren große Herausforderungen. Einmal haben wir uns wegen aufziehendem Nebel sogar verlaufen und erst knapp eine Stunde später zurück zum Weg gefunden.“ Davon ist im Film nichts zu spüren. Er becirct uns mit technisch eindrucksvollen Aufnahmen sowie Texten, die zuweilen poetisch das Geschehen kommentieren und allein schon durch die Stimme des Schauspielers Axel Milberg in den Bann ziehen. Aber was wäre dieses Ensemble ohne Musik? Sie gibt der Dramaturgie die letzte Würze; klingt anmutig, wenn Birkhähne ihren Balztanz aufführen und melodramatisch beim Duell zweier Kreuzottermännchen.

Bedrohtes Naturjuwel

Magie der Moore ist wie ein Gedicht, aus dem wir durch ins Bild fahrende Bagger herausgerissen werden. Wir erfahren, dass 95 Prozent der europäischen Moorlandschaften als zerstört gelten und selbst die letzten intakten Reste durch Torfabbau und Trockenlegung bedroht sind. Und so ist Magie der Moore auch ein Plädoyer für den Erhalt dieser seltenen Biotope. Ist Jan Haft Naturfilmer und Naturschützer zugleich? „Ja, unbedingt“, sagt er. „Wohl jeder Naturfilmer wünscht sich von ganzem Herzen, dass das, was er filmt und auch liebt, von anderen Menschen wertgeschätzt wird und dass seine Filme die Zuschauer sensibilisieren.“

 

Regisseur Jan Haft beim Dreh im Moor © nautilusfilm / polyband Medien

„Das Moor ist ein Lebensraum, der mich seit meiner Kindheit fasziniert hat“ so Jan Haft über seine Leidenschaft für das mythenbeladene Biotop. Jan Haft ist Autor, Regisseur und Produzent. Er hat unzählige Naturfilme für Kino und Fernsehen realisiert, darunter auch „Das grüne Wunder – Unser Wald“, der 170.000 Besucher in die Kinos lockte – ein Erfolg, der nur wenigen Dokumentarfilmen zuteil wird. Etliche nationale und internationale Filmpreise zeugen davon, dass es der gebürtige Münchner wie kaum ein anderer versteht, die Faszination der Natur einzufangen.

 

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+++ UPDATE 08.09.2015: Die Freikarten haben bereits Abnehmer gefunden +++

Exklusiv für unsere Leser halten wir 5 x 2 Eintrittskarten für diesen Film bereit. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an “gewinnen@triodos.de” mit dem Betreff “Magie der Moore”. Die ersten fünf Einsendungen erhalten dann von uns zwei Freikarten zugesandt.

+++ UPDATE 08.09.2015: Die Freikarten haben bereits Abnehmer gefunden +++

Zur Einstimmung

Wie kaum ein anderer Lebensraum birgt das Moor unzählige Geschichten: Seine Anziehungskraft und dunklen Mythen lassen uns erschauern, die Pracht seiner Artenvielfalt staunen. In MAGIE DER MOORE lenkt der renommierte Naturfilmer Jan Haft („Das grüne Wunder – Unser Wald“) den Blick auf eines unserer wichtigsten und schönsten Biotope. Im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zeigt der Film einen Ort am Übergang zwischen Wasser und Erde, voller spannender Gegensätze. Neben Wölfen, die durch weiße Wollgrasbüschel ziehen, Kranichen, die im Bruchwald ihre Jungen füttern oder anmutig tanzenden Kreuzottern, erleben wir fleischfressende Sonnentau-Pflanzen und zierliche Moose, deren Sporen krachend explodieren. Ein filigranes Kunstwerk, das von der Natur in Jahrtausenden geschaffen wurde und das wir erst allmählich beginnen zu erforschen, zu verstehen – und zu bewahren.

 

 

Unsere Autorin Katja Hellmuth hat „Magie der Moore“ augenblicklich in den Bann gezogen – und dazu verführt, selbst einmal ins Moor zu gehen. Katja Hellmuth ist freie Autorin und schreibt als Mitglied des Autorenteams von raabengrün regelmäßig für Die Farbe des Geldes.

Bildnachweis der Bilder in diesem Post: © nautilusfilm / polyband Medien

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