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Einblick

Kompromisslos schöne Kleidung

Die Online-Plattform ORFAFA beweist, dass sich Mode und Nachhaltigkeit durchaus gemeinsam sehen lassen können – und bringt tolle Eco-Fashion in die Schränke all jener, die schöne Kleidung lieben und gleichzeitig Wert auf Ökologie und Fairness legen.

Vor etwa einem Jahr machte der verheerende Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch auf die Schattenseiten der Modeindustrie aufmerksam: Bei dem Unglück kamen mehr als 1.100 Näherinnen ums Leben – Frauen, die unter schlechten Arbeitsbedingungen zu Dumpinglöhnen Textilien für große Modemarken in Europa produzierten. Etwa 8.500 Kilometer westlich des Unfallorts zeigt derzeit die Berlin Fashion Week (8.-13. Juli 2014), dass schöne Mode auch anders geht: fair und umweltfreundlich. Nachhaltige Modelabels präsentieren im Greenshowroom und auf dem Laufsteg der Ethical Fashion Show ihre neusten Highlights.

Für mehr Bewusstsein im Kleiderschrank

Auch wenn ein langsames Umdenken in der Modebranche stattfindet – für Konsumenten ist es nach wie vor nicht leicht, ein Kleidungsstück zu finden, das nicht nur gefällt, sondern auch unter fairen und umweltfreundlichen Bedingungen hergestellt wurde. Doch woran erkennt man echte ökosoziale Mode und wie findet man die kleinen trendigen Eco-Labels, die es schon gibt? An diesem Problem setzt unser Geschäftskunde ORFAFA – organic fair fashion – an: „Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Menschen gerne nachhaltige Mode kaufen würden, wenn man es ihnen etwas einfacher machen würde. Genau das versuchen wir mit ORFAFA: Wir bündeln das zerstreute Online-Angebot auf einer Website und erleichtern so Verbrauchern, faire Bio-Mode zu finden, die zu ihnen passt“, erklärt die Mitgründerin des Ökomode-Portals, Martina Jordan.

Ökomode leicht gemacht

Anfang 2014 ging die Plattform ORFAFA online. Gegründet wurde sie von den Freundinnen Martina Jordan, Volkswirtschaftlerin, und Aline Wendscheck, Literaturwissenschaftlerin. Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit waren ihnen schon immer wichtige Anliegen. Ein Schlüsselereignis hatte Jordan während ihrer Schulzeit, als sie von den schlimmen Arbeitsbedingungen in Nähereien durch die Kampagne für Saubere Kleidung erfuhr. „Damals gab es jedoch kaum Alternativen zu Mode, die unter diesen Bedingungen hergestellt wurde“, so Jordan. Über ORFAFA werden heute eine Menge tragbarer Alternativen angeboten. Wer auf der Suche nach schöner Öko-Kleidung ist, kann hier fündig werden: User können heute bereits aus über 8.500 Modestücken für Frauen, Männer und Kinder von mehr als 100 Labels wählen. Diese werden zuvor sorgfältig unter ökologischen und sozialen Aspekten von den beiden Gründerinnen geprüft. Dabei achten sie beispielsweise darauf, dass die Textilien nach gewissen Standards, wie etwa dem Global Organic Textile Standard (GOTS), IVN Best oder den Kriterien der Fair Wear Foundation, zertifiziert wurden. Es gibt aber auch kleinere Labels, die noch keine Zertifikate vorweisen können, jedoch bereits nach fairen und ökologischen Kriterien produzieren. Nach persönlicher Abwägung und vielen Gesprächen geben Jordan und Wendscheck auch diesen Labels die Möglichkeit, sich über ORFAFA im Eco-Fashion-Bereich zu etablieren.

Mehr als Shopping

Doch ORFAFA ist mehr als nur ein Online-Shop für nachhaltige Kleidungsstücke. Online gibt es auch ein Magazin, das Hintergrundinformationen zum Thema Mode bietet. Denn wenn es darum geht, welche Siegel wirklich glaubwürdig sind oder was ein Bio-Shirt ausmacht, sind Konsumenten häufig unsicher oder überfordert. Hier soll das Magazin Orientierung bieten. Da Mode aber auch Spaß machen soll, finden User im Magazin darüber hinaus allerlei Lesenswertes in Sachen Tipps und Trends aus der Eco-Fashion Szene – von grünen Einkaufstipps für die Modemetropole New York bis hin zur Vorstellung von Upcycling-Accessoires aus alten Feuerwehrschläuchen.

Slow Fashion statt Fast Fashion

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. „Wir wollen Konsumenten helfen, faire Bio-Mode zu finden, die zu ihnen passt. Denn in der Praxis wird niemand ein paar Ökoschuhe oder ein Kleid kaufen, nur weil diese bio und fair sind. Sie müssen auch gefallen und zum eigenen Lebenswandel und Stil passen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile für fast alles und jeden nachhaltige Mode. Von Businessmode über coole Streetwear bis hin zu kunterbunter oder traditioneller Kindermode“, sagt Jordan erfreut. „Dabei sind Aline und ich der Meinung, dass wir davon loskommen müssen, kurzlebigen Trends hinterherzulaufen. Es ist viel wichtiger, den eigenen Stil zu finden und Kleidung zu kaufen, in der man sich selbst länger wohlfühlt als für die kurze Zeit, in der ein bestimmter Trend anhält.“ Mitgründerin Wendscheck fügt hinzu: „Lieber wenige, vielseitig kombinierbare und fair produzierte Teile im Kleiderschrank als einen Haufen hipper Schnäppchen, die keine Saison überleben.“

Auf der aktuellen Berlin Fashion Week lässt sich dennoch der eine oder andere Trend beobachten, der in Sachen Nachhaltigkeit interessant sein dürfte. So ist Upcycling ein wichtiges Thema ─ also das Herstellen von Kollektionen aus Stoffresten, die sonst auf dem Müll landen würden; ebenso wie kompostierbare Bio-Textilien nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip, was übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“ bedeutet und beinhaltet, dass Produkte so konzipiert werden, dass aus ihnen immer wieder Neues entstehen kann. Nicht zuletzt erhalten vegane Kollektionen immer mehr Aufwind. „Das sind alles sehr spannende Entwicklungen in der Modebranche. Nach der Katastrophe des vergangenen Jahres in Bangladesch sind es aber neben Umweltaspekten vor allem auch die Herstellungsbedingungen, die verstärkt in den Fokus der Modewelt rücken. Dieses Jahr gibt es diverse Vorträge auf der Ethical Fashion Show, unter anderem zum Thema Fair Trade Mode“, so Jordan. Auch wir von der Redaktion finden das gut. Und sind gespannt, welche Stücke es von der Berlin Fashion Week in den ORFAFA Online-Shop schaffen. et

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