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einblick

Quo vadis, Bio-Branche?

Ein Rückblick auf die BIOFACH 2016

Ein Rückblick auf die BIOFACH 2016

Was bewegt die Bio-Lebensmittelbranche? Und wie entwickelt sie sich weiter? Als Nachhaltigkeitsbank ist eine Anwesenheit auf der Fach- und Handelsmesse BIOFACH für uns selbstverständlich. Für alle, die nicht dabei waren, haben wir  einige Eindrücke aus der Biolebensmittel-Branche zusammengestellt.

Dass Bio längst die Nische überwunden hat, lassen die Dimensionen der BIOFACH, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, unschwer erkennen. Im Februar warteten rund 2.500 Aussteller mit innovativen Produkten für die 48.000 Besucher auf. Doch die Messe bietet dem Fachpublikum weit mehr als neue Produktkreationen: In unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten werden Fachthemen vermittelt und Aktuelles diskutiert. Vertreter von Anbauverbänden und Hersteller trafen sich auch in diesem Jahr, um sich über die Zukunft einer modernen, nachhaltigen Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft auszutauschen.

Die Wurzeln von Bio-Siegel & Co.

Doch blicken wir zunächst zurück: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Bio-Idee geboren, aber erst ab den 50er Jahren vermehrt von Landwirten aufgegriffen und umgesetzt. Anbauverbände wie Bioland, Naturland oder demeter sowie verarbeitende Unternehmen gründeten sich und gewannen an Bedeutung. Seit 2001 sind Bio-Produkte für den Verbraucher am staatlichen Bio-Siegel erkennbar, 2010 folgte das EU-weit einheitliche Bio-Logo. Die in den vergangenen Jahren enorm gestiegene Nachfrage veränderte die Branche. Während noch zur Jahrtausendwende Bio-Lebensmittel ausschließlich im Naturkostfachhandel erhältlich waren, haben sie längst auch die Regale des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels erobert. Laut einer Umfrage des Ökobarometers vom Januar 2016 kauft etwa ein Viertel der Deutschen Bio-Lebensmittel häufig ein – am häufigsten im Supermarkt, dicht gefolgt vom Discounter. Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Steigende Nachfrage, rasante Entwicklung

Pünktlich zum Branchentreffen BIOFACH verkündete der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft ein zweistelliges Umsatzwachstum des deutschen Bio-Marktes im Jahr 2015. Doch europäische Landwirte und Hersteller haben zunehmend Schwierigkeiten, mit der Geschwindigkeit der Marktentwicklung Schritt zu halten; internationale Importe von Bio-Waren sind notwendig, um die stark steigende Nachfrage zu decken.

Rosige Zukunft?

Immer wieder kommen auch kritische Stimmen hervor, die behaupten, Bio sei keinesfalls besser als konventioneller Landbau bzw. konventionelle Lebensmittel. In der BIOFACH Podiumsdiskussion zum Thema „Bio 3.0 – Mit Bio zu einer modernen nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft“ hob Urs Brändli, Präsident des Schweizer Anbauverbands BioSuisse, daher die Wichtigkeit von vergleichbaren Nachhaltigkeitsstandards hervor, denn nur so bleibe Bio glaubwürdig und überzeuge die Verbraucher – selbst wenn Importe nötig seien.

Darüber hinaus beweise die Bio-Branche ihren eigenen Sinn für Innovationen, betonte die Bioland-Vizepräsidentin Stephanie Strotdrees. Neue Geschäftsmodelle wie Food Assemblys oder Solidarische Landwirtschaften bringen Landwirte und Verbraucher wieder näher zusammen. So bleibt Bio auch in Zukunft auf einem guten Weg.

 

Mit offenen Augen und Ohren für die Triodos Bank auf der BIOFACH unterwegs: Die Autorin Hannah Danner ist Mitglied des Autorenteams von raabengrün, das regelmäßig für die Farbe des Geldes schreibt.

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