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Einblick

Streik der Ethikbank

Warum wir ihn gut finden und trotzdem nicht mitmachen

Warum wir ihn gut finden und trotzdem nicht mitmachen

Seit der Finanzkrise hat das Ausmaß der Regulation von Banken stetig zugenommen. Dem widerspricht ja auch prinzipiell niemand – waren es doch Finanzinstitute selbst, die sie ausgelöst hatten. Aber trifft sie in ihrer jetzigen Form überhaupt die Richtigen? Insbesondere kleine und mittelständische Banken werden überdurchschnittlich stark durch den bürokratischen Mehraufwand belastet.

Wie viel Regulation ist sinnvoll? Und trifft sie auch dort, wo sie wirklich gebraucht wird? Muss sie pauschal sein, oder eigentlich maßgeschneidert auf die Arbeitsweisen und Wirkungskreise eines Finanzinstituts? Wie können kleine und mittelgroße Banken den kontinuierlichen Aufwand meistern, ohne ihre eigentliche Arbeit, die Leistungen für Menschen und Wirtschaft, zu vernachlässigen? Die zunehmende Regulation geht einher mit einer Vielzahl an bürokratischen Anforderungen. Nicht wenige Experten mutmaßen nun, dass dieses Maß an Anforderungen und Bürokratie so manches Geldinstitut in den kommenden Jahren zur Fusion mit seinem Nachbarn oder zur Aufgabe zwingen wird. Damit scheint die Vielfalt der deutschen Bankenlandschaft bedroht. Und genau diese Vielfalt, die große Zahl an vielen kleinen und unabhängigen Instituten, gibt dem deutschen Bankensektor seine Stabilität. Das Gegenteil von „too big to fail“ ist eben die Koexistenz vieler kleiner Institute.

Um auf diese zunehmend bedenkliche Lage hinzuweisen, treten die Kollegen von der Ethikbank heute für einen Tag in den Streik. Auch wir unterstützen den Ansatz, dieser sich abzeichnenden Entwicklung mehr Aufmerksamkeit zu geben. Im Rahmen unserer Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Jahreszahlen vor zwei Wochen hatten wir bereits ausführlich zum Thema Stellung bezogen (Pressemitteilung Jahresergebnisse 2015).

Trotzdem beteiligen wir uns nicht an dem Streik. Denn wir sind überzeugt davon, dass wir damit ausschließlich unsere Kunden und Mitarbeiter treffen würden. Darum arbeiten wir heute ganz normal weiter – wünschen aber den Kollegen von der Ethikbank viel Erfolg im Sinne unseres gemeinsamen Ziels: eine Diskussion über die aktuelle Regulatorik, die in ihrer Ausgestaltung stärker öffentlich diskutiert und hinterfragt werden sollte.

 

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