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Warum Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist

Und wie Triodos-Kunde Polarstern es besser macht

Und wie Triodos-Kunde Polarstern es besser macht

Ökostrom-Tarife gibt es auf den bekannten Vergleichsportalen im Internet wie Sand am Meer: Heute werden fast 60 Prozent aller Tarife als Ökostrom betitelt. Das sind je nach Region bis zu rund 300 Angebote. Ist damit die Energiewende endlich überall angekommen? Ja und nein. Auf der einen Seite ist es toll, dass sich inzwischen so viele Anbieter mit Ökostrom beschäftigen, auf der anderen Seite lohnt sich ein genauer Blick hinter die Kulissen: Denn Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom.

Hinter vielen Ökostrom-Anbietern stecken nämlich die großen Energieversorger mit Tochtergesellschaften. Es ist zwar wichtig und richtig, dass sich die Großen bewegen und mehr und mehr auf Ökostrom setzen, aber: Wer Strom über eine Tochtergesellschaft eines großen Versorgers bezieht, der finanziert indirekt Atomkraft und/oder Kohlekraft mit. Die konventionelle Energiegewinnung ist für Letztere nach wie vor ein wichtiges Geschäftsfeld. Die folgende Grafik gibt einen guten Überblick darüber, welcher Konzern sich hinter welchem Anbieter versteckt.

Hinzukommt, dass viele Ökostrom-Anbieter ihren Strom aus dem Ausland, beispielsweise aus alten Wasserkraftwerken, beziehen und ihn in Deutschland als Ökostrom verkaufen. Auch dabei handelt es sich um Ökostrom – und auch das ist besser als konventioneller Strom – aber dadurch wird die Energiewende nicht vorangebracht. Denn es entstehen keine neuen alternativen Kraftwerke. Die Energiewende kommt allerdings nur dann wirklich voran, wenn Anbieter in erneuerbare Energien investieren und immer mehr Ökostrom erzeugt wird, der damit fossilen Strom verdrängt.

Ein Stromanbieter, der durch und durch Ökostrom anbietet, ist Triodos-Kunde Polarstern. „Unsere DNA ist die weltweite Energiewende“, sagt Norman Elmers, der für die Geschäftsentwicklung des Ökoenergieversorgers Polarstern verantwortlich ist. Im Gegensatz zu vielen Ökostromanbietern steckt hinter Polarstern kein großer Energiekonzern. Polarstern gehört zu 80 Prozent den drei Gründern Simon, Jakob und Florian. Ihr Wirklich Ökostrom kommt nicht aus dem Ausland, sondern er stammt aus einem Wasserkraftwerk bei Rosenheim in Bayern. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Zertifizierung: Polarstrom ist unter anderem mit dem Grüner Strom Label zertifiziert. Letzteres hat besonders hohe Ansprüche an die Anbieter und zeichnet nur 100 Prozent nachhaltige Anbieter aus.

Für Verbraucher ist es nicht ganz einfach, unabhängige Ökostromanbieter ausfindig zu machen. Es gibt nur wenige wirklich nachhaltige Anbieter in Deutschland. Übersichten liefern Plattformen, wie Utopia, Ökotest oder auch die Umweltorganisation Robin Wood.

Weltweite Energiewende

Polarstern bringt die Energiewende nicht nur in Deutschland voran, sondern unterstützt Menschen weltweit, sich mit sauberer Energie zu versorgen. Wirklich sinnvoll sei die Energiewende nur dann, wenn sie weltweit umgesetzt werde, erklärt Norman. Deshalb investiert Polarstern für jeden Kunden 20 Euro im Jahr in die Energiewende in Kambodscha.

Triodos Bank Girokonto

Das nachhaltige Girokonto der Triodos Bank

Wie das geht? Die 20 Euro steckt das Unternehmen in Mikro-Biogasanlagen für kambodschanische Kleinbauern-Familien. Organische Abfälle wie Mist oder Gülle werden darüber in Ökogas umgewandelt, welches die Familien zum Beispiel für die Beleuchtung mit Gaslampen am Abend oder zum Kochen auf einem Gasherd nutzen können. Bis heute wurden insgesamt durch das Programm und mit Unterstützung von Polarstern über 25.600 Mikro-Biogasanlagen gebaut.

Eigene Stromerzeugung als Treiber der Energiewende

Neben der weltweiten Energiewende treibt Polarstern noch ein weiteres Thema stark voran: die dezentrale Energieversorgung. So holt Polarstern mit seinem Mieterstrom-Angebot die Energiewende in die Städte und auch zu den Mietern. Vermieter von Mehrparteienhäusern können so den vor Ort produzierten Strom (etwa über eine Solaranlage auf dem Dach oder über ein Blockheizkraftwerk im Keller) an ihre Mieter weitergeben. Wird mehr Strom vor Ort erzeugt als benötigt, dann wird dieser in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Und wird zu wenig produziert, deckt Polarstern den Bedarf mit Wirklich Ökostrom. Die Hausgemeinschaft macht sich dadurch unabhängiger von der Strompreisentwicklung und produziert eigenen Strom. „Mittel- bis langfristig erweist sich der Mieterstrom als Strompreisbremse“, ist Norman überzeugt.

Die Bundesregierung hat erst kürzlich beschlossen, Mieterstrom zu fördern. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett verabschiedet.

Dem steigenden Interesse an der eigenen Stromerzeugung auf dem Hausdach wird Polarstern auch mit seinem neuen Angebot „Wirklich Eigenstrom“ gerecht. Hierbei können Einfamilienhausbesitzer Komplettpakete aus Solaranlage, Stromspeicher und restlicher Stromversorgung buchen. Weil es ein herstellerunabhängiges Angebot ist, kann jeder Hausbesitzer das genau für ihn passende Angebote finden.

Text: Michael Rebmann

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Bernd Stroppel vor 2 Wochen

Habe soeben von Lichtblick zu Polarstern gewechselt !! Danke für den TIP !!

Jochen Benneker vor 1 Woche

Zuerst war ich erschrocken über Lichtblick. Nach Recherchen bin ich aber beruhigt und finde, dass das hier falsch dargestellt wird, da man eneco nicht mit RWE und den anderen Großen auf eine Stufe stellen kann. Also kein Grund zu wechseln.