Es gibt zahlreiche Websites und Bücher mit Strategien rund um das Thema Sparen. Wir haben uns auf die Suche nach ganz einfachen Strategien, nach ungewöhnlichen Spartipps gemacht, die sich leicht umsetzen lassen. Denn wie so oft im Leben, sind die Ambitionen beim Sparen groß, viele Spartipps überzeugen in der Theorie, an der Umsetzung hapert es allerdings.

 

Spartipp 1: Setze dir spielerische Regeln

Du kannst dir zum Beispiel die Regel setzen, immer wenn du einen 5-Euro-Schein im Geldbeutel hast, ihn beiseite zu legen. Jedes Mal, wenn du 10 oder 20 Scheine beisammen hast, kannst du sie gegen einen 50- oder 100-Euro-Schein eintauschen, damit das Geldbündel nicht zu groß wird. So kannst du dir beispielsweise Taschengeld für den nächsten Urlaub zusammensparen oder du sparst auf größere Ziele und zahlst das Geld regelmäßig auf dein Tagesgeldkonto ein.

Ein ungewöhnlicher Spartipp ist die 52-Wochen-Spar-Challenge. Sie geht folgendermaßen: Du startetest zum Beispiel in der ersten Woche des neuen Jahres und wirfst einen Euro in eine Sparbüchse. In Woche zwei legst du zwei Euro hinein, in Woche drei sind es drei Euro usw. In der letzten Woche des Jahres sind es dann 52 Euro. Insgesamt kommen so 1378 Euro zusammen. Nicht schlecht, oder? Natürlich kann die 52-Wochen-Challenge auch in eine 26-Wochen- oder 13-Wochen-Challenge umgewandelt werden, ganz egal.

 

Spartipp 2: Aufrunden zu deinen Gunsten

Jedes Mal, wenn du dir etwas Größeres gönnst, beispielsweise neue Kleidung oder wenn du schön essen gehst, kannst du aufrunden. Wie das geht? Kosten neue Schuhe beispielsweise 76,99 Euro, rechnest du innerlich mit 80 Euro und überweist dir 3,01 Euro auf ein Sparkonto. Natürlich kannst du auch großzügiger aufrunden – etwa immer auf die nächsten 100 Euro. Kosten die neuen Schuhe beispielsweise 155 Euro, überweist du dir 45 Euro, die Differenz zu 200 Euro, auf dein Sparkonto. Übrigens: Wem das selbstständige Überweisen zu aufwändig ist, kann Apps dafür nutzen, die einem beim kreativen Sparen helfen: beispielsweise Savedroid oder Clinc.

 

 

Spartipp 3: Automatisiere dein Sparen

Du kannst dir die Regel setzen, nicht nur eine gewisse Summe, sondern stattdessen einen gewissen Prozentsatz deines Nettoeinkommens pro Monat zu sparen – zum Beispiel 2 Prozent. Jedes Mal, wenn dein Einkommen steigt (oder auch sinkt), passt sich die Sparsumme an.

 

Spartipp 4: Fange früh an zu sparen

Wenn du es kannst, fange möglichst früh mit dem Sparen an. Jeder zusätzliche Monat macht sich später bemerkbar. Bei kleinen Beträgen ist dies auch für viele von uns möglich. Ein Tipp für alle, die Kinder haben: Die Großeltern, Tanten und Onkels bitten, anstelle von einem neuen Kuscheltier lieber etwas Geld in den Sparplan des Kindes zu stecken. Später dankt einem der Nachwuchs dies bestimmt!

 

Spartipp 5: Geschenke sparen

Hier geht es nicht darum selbst mit Geschenken zu geizen, sondern Geldgeschenke grundsätzlich nicht auszugeben. Stattdessen kannst du das Geld auf ein Konto einzahlen oder beiseite legen (siehe Punkt 1). Bei Geldgeschenken fällt uns das Sparen oft leicht, weil wir sie meist nicht eingeplant haben. Für Fortgeschrittene: Familie und Freunde nett dazu bringen, anstelle von Gutscheinen (viele davon werden nie eingelöst) lieber Bargeld zu verschenken.

 

Spartipp 6: Spare unter „öffentlichem Druck“

Vielen Menschen, die beispielsweise aufhören wollen zu Rauchen, hilft es, wenn möglichst viele Leute Bescheid wissen. So erhöht sich der soziale Druck auch tatsächlich die Zigarette wegzulassen. Dieses Prinzip kann man auch auf das Sparen übertragen. Früher haben viele Menschen zusammen in Sparvereinen gespart. Jedes Vereinsmitglied verpflichtete sich dabei, einen gewissen Beitrag regelmäßig beiseite zulegen. Passierte es nicht, gab es Sanktionen. Was nach altbackenen Biertisch-Gesellschaften klingt, kann heute noch funktionieren – beispielsweise kann man sich virtuell mit Freunden zusammentun und eine WhatsApp-Spargruppe aufmachen.

 

Spartipp 7: Sage nein zum Dispo

Das Konto zu überziehen ist teuer – das gilt natürlich auch bei der Triodos Bank (wir wünschen uns, dass unsere Kundinnen und Kunden ihr Konto möglichst gar nicht oder selten überziehen). Wer mal den sogenannten Dispositionskredit (umgangssprachlich einfach”Dispo”) nutzt, weil er oder sie eine ungewöhnliche Belastung hat, sei es drum. Wer regelmäßig über seine Verhältnisse lebt, sollte tunlichst umsteuern.

 

Spartipp 8: Befolge die 3-Tages-Regel

Dieser Tipp hilft indirekt beim Sparen – und kann gerade deshalb sehr effizient sein. Die 3-Tages-Regel besagt, dass Konsumgüter nicht sofort gekauft werden. Stattdessen wartet man 3 Tage und stellt sich die Frage: “Brauche ich das wirklich?”. Viele Spontankäufe haben sich dadurch erledigt

Habt ihr weitere ungewöhnlich Spartipps? Dann schreibt sie uns gerne als Kommentar.