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neuigkeit

Minimalismus: weniger Haben = mehr Sein

Minimalismus-Tipps und inspirierende Blogs

Minimalismus-Tipps und inspirierende Blogs

Dein Kleiderschrank platzt aus allen Nähten und mit deinen nicht genutzten Küchenutensilien könntest du eine Großküche ausstatten? Dann ist es vielleicht an der Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und einmal gründlich auszumisten.

Das Konzept des Minimalismus steht für die Abkehr von Konsumwahn und Besitzgier. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ werden die eigenen Besitztümer sortiert. Was man nicht mehr braucht, wird verkauft, verschenkt oder entsorgt. Neues wird nur gekauft, wenn etwas ersetzt werden soll. Wer minimalistisch lebt, spart Zeit und Geld und tut zudem noch etwas für die Umwelt, weil nicht ständig neue Dinge angeschafft werden „müssen“.

Minimalismus: Ausmisten ist nicht gleich wegwerfen!

Minimalismus bedeutet jedoch nicht, alles in die Tonne zu werfen, was dir auf den ersten Blick überflüssig erscheint. Mag sein, dass du mit dem jeweiligen Gegenstand nichts mehr anfangen kannst oder ihn als Ballast empfindest – jemand anderes könnte ihn aber vielleicht noch gut gebrauchen. Im Müll sollten deine aussortierten Dinge daher nur dann landen, wenn sie kaputt oder sehr abgenutzt sind.

Nutze stattdessen eine der folgenden drei Optionen:

  • Verschenken: Jemand aus deinem Bekannten- oder Freundeskreis hat dir ein Kompliment über die Jeans gemacht, die du gerade ausgemustert hast? Dann schenke sie demjenigen doch einfach – eine schöne Möglichkeit, Freude zu bereiten.
  • Spenden: Unterstütze eine oder mehrere Wohltätigkeitsorganisationen deiner Wahl, indem du deine Sachen spendest. Vorausgesetzt natürlich, sie sind in ordnungsgemäßem Zustand.
  • Verkaufen: Flohmärkte, Kleinanzeigenportale, Secondhandläden – es gibt eine Menge Möglichkeiten, Gebrauchtes zu verkaufen und ihm ein zweites Leben einzuhauchen.

Wege zu mehr Minimalismus im Leben

Die mit dem Minimalismus verbundene Befreiung von Besitz und Konsumdruck soll dich glücklicher und zufriedener machen. Blinder Aktionismus führt da allerdings selten zum gewünschten Ergebnis. Besser ist, dein Leben mit Hilfe erprobter Methoden minimalistischer zu gestalten.

Hier sind fünf Wege, um deinen Besitz nachhaltig zu reduzieren.

Ausmisten als Spiel: Die 30-Tage-Minimalismus-Challenge

Fordere dich selbst heraus, 30 Tage lang Dinge auszusortieren, um Ordnung in dein Leben zu bringen. Am ersten Tag nur eines, am nächsten Tag zwei, am dritten Tag drei und so weiter. So wird dein gelebter Minimalismus täglich stärker! Aber nicht schummeln und die Gegenstände wirklich jeden Tag vor Mitternacht wegpacken!

Eat the Frog First: Sprung ins minimalistische, kalte Wasser

Bei dieser Methode näherst du dich dem Lebensprinzip Minimalismus an, indem du als allererstes etwas weggibst, das dir wichtig ist. Klingt hart, ist aber oft ein Aha-Erlebnis. Hast du beispielsweise deine Lieblingsjacke erst einmal verkauft oder verschenkt, bist du auf dem besten Weg, zu begreifen, dass materieller Besitz und Glück zwei verschiedene Dinge sind.

Husch, husch ins Körbchen: Anti-Shopping für Minimalisten

Du gehst gerne shoppen? Prima, dann ist die Korb-Methode ideal, um dein Leben minimalistischer zu gestalten. Nimm einen großen Wäschekorb, wandere damit herum und lege wie beim Einkaufen ausgewählte Dinge hinein. Nur mit dem Unterschied, dass du diese Gegenstände aussortierst und weggibst, anstatt sie zu kaufen. Machst du das regelmäßig einmal die Woche, wirkt deine Wohnung schon bald viel aufgeräumter. Wichtig: Nicht parallel in echten Shops wieder alles einkaufen!

KonMari: Aufräumen wie die Minimalismus-Ikone

Die Japanerin Marie Kondo gilt als Superstar des Minimalismus. Die von ihr entwickelte und tausendfach erprobte KonMari-Methode beruht auf einer einzigen Frage: Macht dich das glücklich? Diese Frage stellst du dir für alles in deinem Besitz. Nimm jeden Gegenstand in die Hand, betrachte ihn und überlege, ob er dich glücklich macht. Wenn ja, bekommt er einen fixen Platz zugewiesen und darf bleiben. Wenn nein, wird er aussortiert.

Karton-Methode: die Radikaldiät für fortgeschrittene Minimalisten

Der wohl radikalste Weg zum Minimalismus ist die Karton-Methode. Bei diesem Ansatz packst du sämtliche (ja, wirklich alle!) deiner Besitztümer in große Umzugskartons. Die nächsten paar Wochen lebst du aus diesen Kartons und nimmst bei Bedarf heraus, was du brauchst. Das wird anfangs viel sein, später immer weniger. Und was nach diesen Wochen noch in den Kartons steckt, kannst du theoretisch als überflüssig aussortieren.

Wie bei jeder Radikaldiät ist aber auch bei dieser Vorsicht angebracht – schließlich braucht man manche Dinge nur saisonal oder zu bestimmten Anlässen. Solche Gegenstände auszumisten, führt unter Umständen zu einer Art „Jojo-Effekt“. Denn im Bedarfsfall muss nachgekauft werden, was du gerade erst ausgemistet hast.

Doch ganz egal, nach welcher Methode du unnötige Gegenstände aus deinem Leben entfernst und dich dem Minimalismus annäherst: Aussortieren befreit nicht nur deine Wohnung, sondern auch deine Seele von überflüssigem Ballast.

 

Wer noch mehr über Minimalismus erfahren will, kann sich in den folgenden Minimalismus-Blogs Inspiration suchen:

Einfach bewusst

Christof Herrmann zog 2006 durch, wovon andere nur träumen: Er kündigte seinen Job und ging mit dem Fahrrad auf Weltreise. „20.000 km und unzählige Begegnungen später kam ich verändert zurück“, schreibt Christof. Seitdem bloggt er über Minimalismus, Nachhaltigkeit und vegane Ernährung. Das Spektrum, über das Christof schreibt, ist breit. Auf seinem sehr erfolgreichen Blog finden sich Artikel wie „25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)“ oder „Warum glückliche Menschen nicht gut fürs Geschäft sind und wie uns diese Erkenntnis glücklicher machen kann“. Christof ist auch Teil des #nachhaltige100-Rankings.

http://www.einfachbewusst.de/

 


 

Familie Ordentlich

Kinder bringen viel Freude aber auch viel liebenswertes Chaos mit sich. Können Familien überhaupt minimalistisch leben und auf einfache Art und Weise Ordnung halten? Können sie! Wie, zeigt Nicole auf ihrem Blog “Familie Ordentlich”. Nicole zeigt zum Beispiel, wie man Ordnung in das Kinderzimmer bekommt und erklärt, warum ihre Kinder „nur“ drei Geschenke zu Weihnachten bekommen.

https://familieordentlich.de/

 


 

Fräulein im Glück

Auch Birgit legt in ihrem Blog „Fräulein im Glück“, den Schwerpunkt auf die Familie und die Frage, wie klein und groß zusammen einfacher und achtsam leben können. Birgit hat eine sehr lesenswerte Rubrik zum Thema „Gärtnern“ und erklärt dort etwa, wie man mit Kindern säen und ernten kann auch wenn man keinen Garten hat.

http://suchtdasglueck.at/

 


 

Fräulein Ordnung

Hinter „Fräulein Ordnung“ verbirgt sich Denise Colquhoun. Auch bei Denise im Blog finden sich viele Tipps wie man sein Leben entrümpeln, sprich einfacher leben kann. Um zu einem minimalistischen Lebensstil zu gelangen, hat Denise auch tolle Gedankenspiele parat. Zum Beispiel: „Wenn Du 20 Minuten hättest, um zu fliehen, und nur mitnehmen könntest, was in Dein Auto passt, was würdest Du mitnehmen?

https://fraeulein-ordnung.de/

 


 

Minimalkonzept

Huong Tran unterteilt ihren Blog „minimalkonzept“ in vier Kategorien: „Minimalismus Philosophie“, „Minimalismus Leben“, „Deine Träume leben“ und „Minimalistische Denkanstöße“. Huong beschäftigt sich nicht nur mit dem Entrümpeln von Wohnung und Psyche, sondern gibt auch Tipps für die Entrümpelung der Finanzen, interessant!

http://minimalkonzept.de/

 


 

Niemblog

Sabrina hat eine Vision: Sie will zu einer Welt beitragen, „die nach den Bedürfnissen aller – sowohl der Menschen, der Tiere, als auch unserer Mitwelt – gestaltet ist.“ Wie ihre Vision schon erahnen lässt, geht Sabrinas „Niemblog“ über praktische und philosophische Tipps für ein minimalistisches Leben hinaus. Sie beschäftigt sich ebenso mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des nachhaltigen Lebens.

http://www.niemblog.de

 


 

Hinter „Minimalismus21“ stecken eine Bloggerin und ein Blogger aus München, die ihre Namen nicht verraten – aber sonst sehr viel über sich preisgeben. In ihrem Blog geht es um Fragen zum Konsum, zum Ausmisten und Entrümpeln. Aber nicht nur: Die beiden stellen auch immer wieder inspirierende Filme vor und schreiben ausführliche Rezensionen – wie etwa über die Dokumentation „Zeit für Stille“.

http://minimalismus21.de

 

Habt ihr Tipps für weitere inspirierende Minimalismus-Blogs? Dann kommentiert gerne hier!

ut/mrn

Titelfoto: Alex via Unsplash

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Bernd vor 2 Jahren

Ich habe mich mal durch ein paar der Blogs geklickt. Das soll jetzt gar keine Kritik sein, aber wisst Ihr, was mir aufgefallen ist: Die reden immer davon, dass wir weniger konsumieren sollen. Und gleichzeitig haben manche von denen auf Ihrer Seite Werbung von Amazon – oder bieten gleich selbst Rabatt-Codes für Bücher an – die sich dann wieder damit beschäftigen, dass wir weniger konsumieren sollen. Das ist das tolle an unserem Wirtschaftssystem: Man kann Leuten Dinge verkaufen, bei denen es darum geht, weniger Dinge zu kaufen.

Antwort an Bernd
Katinka vor 2 Jahren

Smarter Beitrag, danke!

vor 2 Jahren

Hallo liebes Triodos Team,

ich finde, bei einem dieser Empfehlungen habt ihr entweder nicht aufgepasst oder daneben gegriffen.

Antwort an ...
Michael Rebmann (Triodos Bank) vor 2 Jahren

Hallo,

vielen Dank für deinen Kommentar. Was gefällt dir denn nicht?

Viktoria Maisner vor 2 Jahren

Hallo zusammen,
herzlichen Dank für diesen spannenden und informativen Beitrag zum Thema Entrümpelung. Mein Mann und ich haben in der vergangenen Woche unser Haus komplett entrümpelt. Es war ein tolles Gefühl sich von so vielen alten Sachen trennen zu können. Nun ich wieder alles ordentlich und aufgeräumt.

Georg vor 2 Jahren

Danke für den wirklich hilfreichen und gleichzeitig motivierenden Beitrag. Eine Entrümpelung ist wahrlich kein leichtes Unterfangen und oft fällt es einem schwer, damit zu beginnen. Doch das befreiende Gefühl, wenn der ganze unnütze Krempel weg ist, ist unbezahlbar. Allein schon dafür lohnt es sich, die Wohnung samt Keller und Garage zu entrümpeln.

Madleen P. vor 1 Jahr

Lieber Blog-Team,

vielen Dank für die tolle Zusammenstellung dieser interessanten Blogs! Ich habe ein bisschen rumgestöbert und ein paar sehr interessante und inspirierende Beiträge gefunden. Die von Ihnen angefertigten kleinen Beschreibungen haben meine Neugierde sofort geweckt, sodass ich die Blogs besuchen musste. Tolle Arbeit. Es ist auch ein sehr spannendes Thema. Einfaches Leben, Minimalismus, bewusster Konsum, Nachhaltigkeit. All diese Begriffe sind mir sofort eingefallen. Und ich beschäftige mich gerne mit diesen Themen.

An sich finde ich den Ansatz eines “einfachen Lebens” sehr hilfreich. Doch leider werden solche Ansätze immer zu leicht beworben. Es gibt viele Sachen, die uns hemmen ein einfaches Leben zu führen. Es ist oftmals auch nicht so einfach das Leben, wie man es führt, auf einmal um 180° zu drehen. Jedoch befürworte ich, wenn man im Alltag auf ein paar gewisse Dinge achtet, die “minimalistisch” angehaucht sind. Ich verzichte der Umwelt wegen schon lange auf To Go Becher. Es sind oftmals die kleinen Dinge, die großen Effekt haben. So habe ich mich auch dazu entschlossen, meinen Keller zu entrümpeln. Mein Keller war zugestellt. Voll. Überfüllt. Keine Übersicht. Alles andere als minimalistisch. Schon fast maximalistisch. Daher habe ich ein ganzes Wochenende entrümpelt und viele Sachen einfach verkauft. Meinen alten Platinschmuck habe ich einfach hier [LINK wurde von der Redaktion entfernt] verkauft. Ich habe es lange nicht benutzt, also werde ich es auch nicht in Zukunft benutzen und brauche es daher nicht! Auch wenn es anstrengend war, so hat sich diese Aktion sehr gelohnt! Ein weiterer Schritt Richtung Minimalismus.

Viele Grüße und allen eine erfolgreiche Woche! 🙂

10 Tipps für gute Vorsätze 2018 – Essen, Radfahren, plastikfrei leben vor 11 Monaten
Daniel Frerix vor 6 Monaten

Ich würde noch den Blog von Michael empfehlen. https://www.minimalismus-leben.de/ Und natürlich meinen eigenen Youtube Kanal zum Thema Minimalismus Es ist schade, dass dieses Thema leider zu wenig von Männern beachtet wird. Zumindest kommt es mir so vor. Interessant wird es beim Minimalismus wie ich finde, wenn aus dem “ersten Ausmisten” so langsam der Gedanke, des “GRÜNEN MINIMALISMUS” erwächst 🙂

Katrin vor 5 Monaten

Es gibt noch eine ganze Reihe Minimalismus-Blogs. Sehr inspirierend. Bei schlichtheit.com steht viel zu Konsum. Daniel Siewert hat auch einen Youtube-Kanal dazu. Dann lese ich bei mamadenkt.de wegen meiner Kinder und Nachhaltigkeit. Bei http://www.achtsame-lebenskunst.de steht viel zu Minimalismus und Wohnen. Da gibts auch eine interessante Minimalismus-Bloggerliste: https://achtsame-lebenskunst.de/minimalismus-blogger/

Alina vor 5 Monaten

Liebe Mitlesenden

Ich möchte im Zuge meiner Masterarbeit herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen einem minimalistischen Lebensstil und der Lebenszufriedenheit gibt. Um Vergleiche zwischen der „normalen“ Bevölkerungsgruppe und den Minimalisten feststellen zu können, benötige ich natürlich auch Angaben von Personen, die annähernd minimalistisch leben.
Es wäre toll, wenn du deshalb an meiner Befragung teilnehmen würdest. Die Befragung dauert maximal 5 Minuten und es sind keine Rückschlüsse

auf einzelne Teilnehmer möglich.
Bitte leite diesen Link an Freunde und Bekannte weiter, wenn diese auch mit einem minimalistischen Lebensstil sympathisieren.

https://lebensstilzufriedenheit.limequery.com/364378?lang=de

Ich bedanke mich bereits im Voraus, dass du dir die Zeit genommen und an dieser Befragung teilgenommen hast.

Liebe Grüße
Alina

Barbara vor 4 Monaten

Mein Ding! Hier noch ein weiterer Minimalismus-Blog: http://www.barbarahodel.ch

Minimalist vor 3 Monaten

Hier ist ein weiterer Minimalismus Blog: https://www.backpacker-dude.com/minimalismus-blog/

Lelo vor 4 Wochen

Weniger haben – mehr sein. Das trifft es genau zu! Entrümpelung von Kleidern und Haushaltssachen, überteuerte Krankenkasse prüfen und einen Krankenkasse Vergleich , weniger einkaufen bzw. sich fragen, brauche ich das wirklich sind alles sinnvolle Merkmale – Bei mir hat es viel gebracht! Toller Beitrag übrigens…


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