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neuigkeit

Lasst uns den Finanzkapitalismus zur Geschichte machen

Geld dorthin bringen, wo es wirklich nachhaltigen Nutzen stiftet

Geld dorthin bringen, wo es wirklich nachhaltigen Nutzen stiftet

Banken vermehren Geld, Geld bringt Macht, Macht führt zu Ausbeutung – das ist der Dreisatz des alten Finanzkapitalismus. Darf der noch relevant sein? Nein.

Schon seltsam, wir Menschen denken dauernd ans Geld – nur darüber reden wollen wir nicht. Geld ist ein Tabuthema. Doch wenn wir einen nachhaltigen Wandel unserer Gesellschaft wollen, müssen wir über Geld reden. Und endlich beginnen, es sinnvoll zu nutzen.

Geld kann für eine bessere Welt arbeiten

Geld ist ein Werkzeug, mit dem sich Dinge in Bewegung setzen lassen. Wer Geld clever einsetzt, kann damit etwas aufbauen. Auf diese Art entsteht Wachstum, und seit den Wirtschaftswunderjahren wird behauptet, dass dieses Wachstum im Finanzkapitalismus allen zugutekommt, auch denjenigen, die deutlich weniger Geld zur Verfügung haben. Nur, warum wird dann die Schere zwischen Arm und Reich immer größer, in Deutschland und auf der ganzen Welt? Und warum findet dieses Wachstum auf Kosten der Natur und des Erdklimas statt? Das Einzige, das zuverlässig wächst, ist das Vermögen derjenigen, die sowieso viel Geld besitzen. Und die Macht der Konzerne, die die Politik immer öfter in ihre Schranken verweist. Obwohl wir das wissen, tun wir nur wenig dafür, es zu ändern. Ganz so, als handele es sich beim Finanzkapitalismus um ein Naturgesetz gleich dem Apfel, der vom Baum fällt. Aber er ist kein Gesetz. Er ist ein System. Die gute Nachricht: Systeme lassen sich verändern. Und: Je mehr nicht mehr mitspielen, desto schneller sind sie Geschichte.

Bringen wir gemeinsam unser Finanz­system in Bewegung!

Es ist nicht zu erwarten, dass ein Wandel von denjenigen ausgeht, die besonders von diesem System profitieren oder es organi­sieren. Bei einer großen Investmentbank wie Goldman Sachs oder einer Fondsgesell­schaft wie Blackrock käme niemand auf die Idee, das System auf den Kopf zu stellen. Dafür funktioniert es zu gut. Na ja, und wenn’s mal schiefläuft, wie bei der Finanz­krise vor zehn Jahren, stützen die Staaten – und damit die Steuerzahler – das System. Die Politik akzeptiert das, postulierend, diese großen Banken seien „system­relevant“. Ja, sie sind relevant für ein System, das keinen sozialen und ökologi­schen Mehrwert stiftet, sondern lediglich Geld vermehrt und die Gesellschaft für den Erhalt dieses Systems zur Kasse bittet.

Mit der Macht des Schwarms

Was aber wäre, wenn wir, die Vielen, ein Schwarm, den Impuls für einen System­wechsel gäben, zum Beispiel indem wir unser Geld auf nachhaltigen Giro­- und Tagesgeldkonten anlegten und wirken ließen? Wenn wir also nicht länger auf politische Vorgaben von oben warteten, sondern selbst eine Bewegung in Gang setzten, die das Geld dorthin bringt, wo es wirklich Nutzen stiftet? Geld kann so viel mehr, als sich vermehren: Es kann Hunger bekämpfen, Chancengleichheit und globale Gerechtigkeit fördern, für die Entwicklung sowie den Einsatz Erneuerbarer Energien verwendet werden und dafür sorgen, dass der CO2­-Ausstoß deutlich zurückgeht und wir das Klima schützen. Nachhaltige Projekte gibt es genug – sie alle benötigen Geld, um es dann als Werkzeug für eine bessere Welt einzusetzen.

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Wenn immer mehr Menschen ihr Geld dem konventionellen Banksystem entziehen und so anlegen, dass es Gutes bewirkt, käme dies einer Revolution von unten gleich. Dabei geht es nicht um Enteignung, sondern um eine neue, gemeinnützige Umverteilung. Wachstum ja – aber bitte nur noch mit Sinn und ohne Ausbeutung.

Nachhaltigkeit muss Systemrelevanz haben

Brauchen wir dafür in Zeiten von Fintechs (digitale Anbieter von Finanz-Apps) zukünftig überhaupt noch Banken? Nein, und schon gar nicht, wenn sich ein Großteil der Banken weiterhin als Geldvermehrer verstehen. In einem neuen und nachhaltigen System spielten sie keine Rolle mehr, sie wären eben nicht systemrelevant. Die Triodos Bank als Europas führende Nachhaltigkeitsbank sieht ihre Aufgabe darin, das Geld der Sparer und Anleger dorthin zu bringen, wo es Mensch und Umwelt hilft. Dafür braucht es keine riesigen Geldinstitute, die so komplex sind, dass niemand mehr versteht, was dort eigentlich geschieht. „Too big to fail“ seien diese Banken, heißt es im Englischen, zu groß, um sie scheitern zu lassen. In Zukunft heißt es: „Small is the new big“. Benötigt werden viele höchst engagierte und schlagkräftige Banken, die transparent und an einem Wertekodex ausgerichtet arbeiten wie die Mitglieder der „Global Alliance for Banking on Values“, die ein wirklich nachhal­tiges Banking betreiben und die eigentlich systemrelevanten Themen im Fokus haben: das Wohlergehen von Mensch und Tier und den Erhalt unserer Umwelt.

Die Zukunft der Banken

Vielleicht reden wir in zehn Jahren nicht mehr von Banken, sondern von Service-Anbietern, die innovative Anlageformen organisieren. Ähnlich wie Crowdinvesting-Plattformen es tun, auf denen sich die Kunden nachhaltige Projekte aussuchen und direkt in diese investieren. Einen solchen Service anbieten, jedoch ohne dass die Kunden das Risiko alleine tragen – das kann die Bank. Solche Plattformen funktionieren bereits durch die Kraft des Schwarms: Je größer die Anzahl der nachhaltigen Anleger, desto stärker die Bewegung. Eine Million ist eine Million – egal, ob sie von einem Großinvestor stammt oder von tausend Kleinanlegern.

Die Triodos Bank ist bereit für diesen Systemwechsel. Begonnen hat er bereits. Es gibt keine Zeit zu verlieren, die Daten über das Ausmaß des Klimawandels und die Ausbeutung unserer Lebensräume lassen keine andere Deutung zu. Darum ist es wichtig, jetzt über Geld zu reden: Lasst es uns gemeinsam in Bewegung setzen, damit es als Werkzeug für ein System arbeitet, das all das schützt, was wir zum Leben brauchen.

Dieser Artikel erschien zuerst im enorm Magazin.

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mrn

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