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neuigkeit

Lebensmittelverschwendung vermeiden – mit diesen 10 Tipps ist es ganz einfach

Unsere enorme Lebensmittelverschwendung gehört zu den wichtigsten Themen des Jahres 2019. Verschwendung vermeiden kann eigentlich jeder – mit folgenden Tipps rettest auch du täglich Lebensmittel.

Die Frischetheke im Supermarkt ist fast nie ausverkauft – auch nicht kurz vor Ladenschluss. Das bedeutet, dass der Supermarkt nach Feierabend Lebensmittel wegwerfen muss. Auch auf unseren Tellern herrscht Überfülle. Und viel zu leichtfertig schmeißen wir täglich Reste in den Müll, privat ebenso wie in der Kantine oder im Restaurant.

Das Ergebnis: Jedes Jahr landen in Deutschland mehr als 10 Millionen Tonnen genießbares Essen im Müll. Das Problem: Überproduktion bei gleichzeitiger Lebensmittelverschwendung schadet der Umwelt und verschwendet unnötige Ressourcen.

Fakten zur Lebensmittelverschwendung

2012 berechnete eine Studie der Universität Stuttgart, dass in Deutschland jährlich 12 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Abfall landen. Für das Jahr 2018 schätzte der WWF die Menge des Essens im Müll sogar auf 18 Millionen Tonnen (inklusive Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft).


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Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) spricht von 11 Millionen Tonnen und gibt an, dass 61 Prozent davon in privaten Haushalte entstehen. Die Vereinten Nationen wollen die Lebensmittelverschwendung deshalb weltweit bis 2030 halbieren – auch Deutschland hat sich verpflichtet, dieses Ziel einzuhalten.

Die gute Nachricht: Weil wir Konsumenten für den Großteil der Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind, können wir auch am meisten dagegen tun!

Lebensmittelverschwendung vermeiden: Tipps

Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist einfacher, als du denkst. Mit ein paar simplen Tipps, die sich schnell umsetzen lassen, kannst du bereits viel dazu beitragen, die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland so gering wie möglich zu halten.

1. Weniger ist mehr

Die wichtigste Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung: Kauf nur so viel ein, wie du kochen kannst. Und: Koch nur soviel, wie du essen kannst.

Klingt beides simpel, aber wir vergessen oft, dass es zuweilen ungeplante Spontankäufe sind, die sich später als Verschwendung herausstellen – weil wir es nicht immer schaffen, unsere Einkäufe auch zeitnah zu konsumieren. Je gezielter du also planst und je bewusster du einkaufst, desto seltener landen Lebensmittel im Müll.

2. Kauf verderbliche Lebensmittel, die gerade da sind

Fünf Minuten vor Ladenschluss sind nur noch ein paar Birnen in der Obstabteilung zu finden, aber keine Äpfel mehr? Das ist nicht schlecht, sondern gut, denn die Birnen haben nur auf dich gewartet! Einfach mal nehmen, was da ist – denn wenn du es nicht tust, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass verderbliche Lebensmittel nach Ladenschluss in die Tonne wandern.

Das Gleiche gilt für alle Lebensmittel mit geringer Haltbarkeit: Kauf auch mal zweite Ware – sie wird sonst ziemlich sicher weggeworfen.

3. To go meiden, selber machen

Vom Sandwich bis zum Sushi: Kaum ein Supermarkt kommt heute ohne To-go-Snacks aus. Die Schattenseite von vorgeschnittenem Obst & Co. ist der viele Plastikmüll – und dass die leicht verderblichen Waren auch schnell im Abfall landen.

Besser: Bereite dir abends oder morgens zuhause etwas zu essen vor und nimm es mit ins Büro – das ist auch günstiger als To-go-Snacks aus dem Kühlregal. Nebenbei sparst du auch noch an Plastikmüll.


Mehr zum Thema: So gelingt ein (fast) plastikfreies Leben


4. Regional und saisonal kaufen

Kauf Obst und Gemüse danach ein, ob sie jahreszeitlich und regional verfügbar sind. Zum einen ist das gut für Klima und Umwelt, weil die CO2-Emissionen der Transportwege entfallen. Zum anderen besteht so nicht die Gefahr, dass Lebensmittel beim langen Transport aus fernen Regionen beschädigt und daher aussortiert werden – denn auch das ist Lebensmittelverschwendung.

5. Lass dich nicht von Schönheit blenden

Erwarten wir im Supermarkt wirklich alle perfekt geformte Karotten, Gurken in Einheitsgröße und makellose Äpfel? Kartoffeln, Erdbeeren oder Tomaten schmecken doch nicht schlechter, nur weil sie etwas krummer gewachsen sind! Und doch schmeißen wir jährlich Millionen Tonnen Lebensmittel nur deshalb weg.

Dabei gibt es inzwischen sogar bei Biokisten und Discountern spezielle Angebote für ausdrücklich “krummes“ Gemüse. Wer es kauft, signalisiert dem Handel damit, dass Verbraucher keineswegs nur optisch makellose Ware akzeptieren – und auch nicht möchten, dass schon bei der Ernte alles weggeworfen wird, was durchs Schönheits-Raster fällt.

6. Passend lagern und haltbar machen

Richtig gelagert halten viele Lebensmittel länger und müssen nicht vorzeitig weggeworfen werden. Oder wie wäre es, Obst und Gemüse rechtzeitig einzukochen oder sauer einzulegen, was schon unsere Großeltern machten?

Gerade für Kochfans ist es spannend, sich auch mal mit Themen wie Einlegen und Fermentieren zu beschäftigen – die Ergebnisse sind nicht nur köstlich, sondern auch klimafreundlich.

7. Mindesthaltbarkeit ist nur eine Zahl

Die meisten Nahrungsmittel sind weitaus länger haltbar, als das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angibt, manche sogar viele Jahre. Nicht umsonst steht da „Mindestens haltbar bis“ und nicht „Verfällt pünktlich am“.

Oft kannst du Waren mehrere Tage bis Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus problemlos verzehren. Statt sich auf das Datum zu verlassen, prüfe lieber mit allen Sinnen, ob Joghurt, Eier oder Milch wirklich verdorben sind.

Trockene Pasta, Reis und Hülsenfrüchte kannst du auch Jahre nach dem MHD noch verzehren. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet hier ein gutes PDF mit konkreten Tipps an, wie du herausfinden kannst, welche Lebensmittel noch gut sind und welche nicht.

8. Essen teilen

Hast du doch einmal zu viel gekauft oder kannst die Lebensmittel nicht rechtzeitig verarbeiten? Dann teile sie doch mit anderen!

Entweder du lädst Freunde ein und ihr kocht gemeinsam – oder du nutzt Plattformen wie foodsharing.de, um Überschüssiges weiterzugeben oder zu tauschen.

9. Kreative Küche

Reste zu verwerten, anstatt sie in die Tonne zu werfen, ist ein sehr effektives Mittel gegen Lebensmittelverschwendung. Werde selbst kreativ oder hole dir Ideen aus Kochbüchern, die mittlerweile eigens für die Resteküche geschrieben wurden: Sie haben Titel wie “Resteküche”, „Reste sind das Beste”, “Restlos!”, “Leftover” und so weiter. Auf restegourmet.de kannst du auf Basis deiner Reste-Angaben sogar passende Rezepte bekommen.


Mehr zum Thema: Ein Auszug aus dem Buch “Resteküche”


10. Weniger Gastro-Verschwendung

In der App „To Good to Go“ präsentieren Gastronomiebetriebe Speisen, die kurz vor Ladenschluss noch übrig sind. Wie wäre es, Essen zum Mitnehmen einmal auf diesem Weg zu organisieren? So reduzierst du die Lebensmittelverschwendung der Gastronomie.

Was du ohnehin immer tun kannst: Lass dir, was du im Restaurant nicht schaffst, einpacken. Du wirst überrascht sein, wie viele dazu keineswegs Nein sagen…

Lebensmittelverschwendung in Deutschland: Politik ist gefragt

Die Politik muss in Sachen Lebensmittelverschwendung natürlich ebenso aktiv werden wie die Verbraucher. Einige Länder gehen hier mit gutem Beispiel voran.

In Tschechien und Frankreich etwa muss der Handel nicht verkaufte und unverkäufliche Produkte zumindest teilweise an soziale Einrichtungen spenden, sonst drohen Strafen. Italien setzt auf Freiwilligkeit und belohnt Unternehmen, die ihre unverkäuflichen Nahrungsmittel spenden.

In Deutschland gibt es derzeit noch keine konkreten Maßnahmen, wohl aber Initiativen wie Zu gut für die Tonne und www.lebensmittelwertschaetzen.de, die informieren und sensibilisieren sollen. Konsumenten, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sollen so dazu gebracht werden, von sich aus der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen.

Und jeder kann mitmachen – unter anderem, indem er die 10 Tipps in diesem Artikel mit anderen teilt.

ut/mrn

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Ben vor 3 Monaten

Ach, die deutsche Politik hinkt doch in allem hinterher, was sinnvoll ist. Und das wird auch so bleiben, wenn die Bürger nicht endlich vehementer Entscheidungen einfordern. Ein sehr wichtiger Tipp fehlt hier also: Schreibe Deinem Landtags- oder Bundestags-Abgeordneten. Namen und Adressen gibt es z.B. bei http://www.abgeordnetenwatch.de

C vor 4 Wochen

Also ich würde Vorschlagen übrige Lebensmittel an Zoo parks abzugeben zu müssen ( natürlich nur wenn übrig)
zusätzlich zu Tafel und ähnlichem was schon angeboten wird .
Dann würden diese Zoos finanziell entlastet und könnten evtl artgerechter Ausbauen, Eintritt senken etc