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Einblick

Vegan ist schwer? Der Käse ist gegessen!

„Mein Geld soll nicht in anonyme Großkonzerne investiert werden, die Umwelt und Menschen ausbeuten“, sagt Kilian Dreißig, Geschäftskunde der Triodos Bank und Gründer von vegpool – einem reichweitenstarken Online-Portal zum Veganismus. Katja Hellmuth hat sich das Portal mal genauer angeschaut – und ist dabei auf den Geschmack gekommen.

Ich bin gegen Tierleiden, Umweltverschmutzung und Welthunger. Und obwohl ich weiß, dass der Konsum tierischer Produkte zu alledem beiträgt, lebe ich nicht vegan. Warum eigentlich nicht? Weil mein Kopf mir ständig einflüstert, Veganismus sei eine unerreichbare Lebensform, viel zu kompliziert, viel zu schwer.

Veganes für Nicht-Veganer

Kilian Dreißig, Gründer und Betreiber von vegpool.

Kilian Dreißig, Gründer und Betreiber von vegpool.

Aber ist es das wirklich? Ich schaue mich auf vegpool.de um – einem Portal rund um den Veganismus. Die redaktionellen Artikel auf vegpool nehmen mich mit in die vegane Welt und machen mir Mut, es zumindest mal mit veganer Ernährung zu probieren, auch wenn es nicht gleich perfekt läuft. Dass mein Kopf endlich mal Gegenwind bekommt, habe ich Kilian Dreißig zu verdanken, dem Gründer und Betreiber von vegpool. Er möchte den Einstieg in den veganen Lebensstil erleichtern und sieht in seinem Portal eine Ergänzung zum veganen Infospektrum: „Die vegane Szene ist online gut vernetzt, vor allem über Blogs. vegpool bietet Veganern Hintergrundwissen, richtet sich jedoch vorrangig an Nicht-Veganer und Einsteiger, die nach grundsätzlichen Informationen suchen und noch nicht so gut vernetzt sind.“

„Ich fragte mich jedoch irgendwann, wie ich Argumente für Veganismus positiv und ohne schockierende Bilder vermitteln kann.“

In seinen Artikeln kommt Dreißig, der seit 13 Jahren vegan lebt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus. Dabei könnte er viel über die Zustände in der Lebensmittelproduktion schreiben: Bevor er vegpool 2011 ins Leben rief, hat Dreißig als TV-Journalist über Tierhaltung berichtet und in Schlachthöfen gefilmt. Er weiß daher allzu gut, dass Undercover-Bilder, die wir als bedauerliche Ausnahmen abtun, Normalität sind. „Ich fragte mich jedoch irgendwann, wie ich Argumente für Veganismus positiv und ohne schockierende Bilder vermitteln kann. So kam die Idee für vegpool“, erzählt mir Dreißig.

Gar nicht kompliziert

Keine Rede von Selbstkasteiung, ellenlangen Einkaufslisten und hochkomplizierten Zubereitungsorgien: Die Einsteiger-Tipps auf vegpool klingen, als wäre vegane Ernährung gar nicht so schwer, vor allem nicht mit den vielen veganen Fertigprodukten und Snacks, die es mittlerweile zu kaufen gibt. vegpool stellt eine Auswahl davon vor – als ich darunter auch milchfreie Schokolade entdecke, bekomme ich auf der Stelle Lust, mein pro veganes Bauchgefühl damit zu füttern. Daneben finde ich auf vegpool so ziemlich alles, was den veganen Alltag erleichtert: (Koch-)Buchrezensionen, Geschenkideen, ein Forum und ein Branchenverzeichnis. Der Lohn für diesen guten Service sind ständig wachsende Besucherzahlen und täglich bis zu viele Tausend Abrufe.

Wissen, was drin ist

Das best-frequentierte Angebot auf vegpool ist der Zutatencheck, mit dem Besucher prüfen können, ob ein Produkt vegan ist. „Im Vergleich zu anderen Datenbanken ermöglicht es der Zutatencheck, Inhaltsstoffe einer Zutatenliste einzeln zu prüfen – von Zusatzstoffen bis hin zu E-Nummern“, erklärt Dreißig, der das Tool selbst programmiert hat und mittlerweile auch für vegane Unternehmen als Webentwickler und Onlinemarketing-Spezialist arbeitet. Was ihm für die Zukunft noch vorschwebt, ist die Community-Bildung: „Als ich Veganer wurde, war es für mich wichtig, mich mit Gleichgesinnten zu treffen und mich auszutauschen. Die Möglichkeit, sich vor Ort zu vernetzen, möchte ich Einsteigern bald auch auf vegpool bieten.“ Prima Idee! Da ich meinen Tisch nämlich meistens mit Allesessern teile, wirkt die Aussicht auf vegane Gruppen-Schlemmerevents wie ein Turbo für meinen Start in ein nachhaltigeres Leben.

Der Zutatencheck ist mittlerweile auch als eigene Domain unter zutatencheck.de erreichbar. Mit neuem, interaktivem Interface und optimiert für die mobile Nutzung. Der Zutatencheck kann auch als Gadget in Websites und Blogs eingebunden werden.

 
 
Seit sie es selbst nicht mehr isst, brät Katja Hellmuth Fleisch nur noch selten und ausnahmslos nur für den häuslichen Frieden an. Am liebsten wäre es ihr, sie müsste in Zukunft gar nicht mehr ihr eigenes Süppchen kochen. Katja Hellmuth ist freie Autorin und schreibt als Mitglied des Autorenteams von raabengrün regelmäßig für Die Farbe des Geldes. 

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